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Segeberg Die ruhigen Farben des Südens
Lokales Segeberg Die ruhigen Farben des Südens
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09:39 17.02.2016

Diese mediterranen Landschaften muss man einfach gesehen haben: Der Hamburger Maler Gero Flurschütz, lange Jahre Professor für Illustration und Zeichnen an der Hamburger Fachhochschule, eröffnet am Sonntag, 28. Februar, den Jahresreigen der Ausstellungen des Segeberger Kunstvereins in der Villa Flath. Die Ausstellung „Schattenweiß und warme Erde“ ist dort bis zum 20. März zu sehen.

Gero Flurschütz: Vom 28. Februar bis 20. März in der Villa Flath, Bismarckallee 5; donnerstags bis sonnabends 15 bis 18 Uhr, sonntags 11 bis 18 Uhr; Eintritt frei. Vernissage am, Sonntag, 28.

Februar, 11.30 Uhr.

Warme Erde? Da klingelt es bei Kunstfreunden, und der Ausstellungstitel verrät es schon: Anders als noch im Flyer mit dem Jahresprogramm des Kunstvereins angekündigt, wird keine Werkschau aus dem malerischen und grafischen Werk des 80jährigen Künstlers gezeigt. Stattdessen haben Maler und Veranstalter sich für rein mediterrane Themen entschieden, die Spezialität des gebürtigen Leipzigers, den es bereits als jungen Mann nach Hamburg zog.

Dort fand zuletzt seine Ausstellung „Vom Erlebnis zur Komposition — griechische und spanische Landschaften“ in der Galerie für zeitgenössische Kunst in Sasel große Aufmerksamkeit. Anders als in Hamburg werden in Bad Segeberg nicht „fertige“ Landschaften zu sehen sein . Auf griechischen und spanischen Inseln ließ Flurschütz sich zu Flächenformen inspirieren, die er dann zu Hause mit Farbeindrücken verband. Durch die Formen sind die Landschaften also abstrahiert — doch bereits ein Blick auf das Ausstellungsplakat macht deutlich: Dies ist eine Landschaft am Mittelmeer — eben „Schattenweiß und warme Erde“.

Kunstvereins-Vorstand Uwe Wolf lernte Flurschütz bei einer Ausstellung in Hamburg kennen, so kam es dazu, ihn nach Bad Segeberg einzuladen. Noch etwas verbindet den Hamburger Künstler mit Bad Segeberg: Flurschütz studierte an der Hamburger Hochschule bei Alfred Mahlau einige Zeit zusammen mit dem Segeberger Künstler Manfred Holz, lange Jahre Mitglied von „Auge“, der Ausstellungsgemeinschaft Segeberger Künstler.

Auch wenn er mit Grafik begann und sich bis 1962 den Lebensunterhalt mit angewandter Grafik verdiente (unter anderem gestaltete er das Helms-Museum in Harburg grafisch neu), sind es inzwischen längst die südlichen Landschaften, gestaltet als Aquarell oder in Eitempera, die zum Markenzeichen von Gero Flurschütz geworden sind. Der Maler selbst sagt: „Wem ich das Gefühl vermitteln kann, dass Ruhe nicht langweilig sein muss, sondern spannend sein kann, der mag Gefallen finden an meinen Bildern.“

Lebensdaten des Malers

Geboren wurde Gero Flurschütz 1935 in Leipzig.

1953 -1954: Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

1954 - 1959: Studium, unter anderem bei Alfred Mahlau, Eduard Bargheer und Werner Bunz an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.

1958 - 1962: Studienaufenthalte in Ibiza, Altea/Alicante und Sierra Leone.

seit 1958: Ausstellungen und -beteiligungen unter anderem in Hamburg, Bonn, Bremen, Salzburg, Kampen/Sylt, Travemünde, Lübeck, Berlin, Baden-Baden, Kiel, Prag, New York, Stockholm, Helsinki, Oslo, Kopenhagen und Nürnberg.

seit 1962: Lehrtätigkeit; zugleich erste Einzelausstellung, Galerie Gerbers, Itzehoe.

ab 1980: Professur für Illustration und Zeichnen an der Fachhochschule Hamburg.

Lothar Hermann Kullack

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