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Segeberg Die vielen verdienstvollen Helfer der Gesellschaft
Lokales Segeberg Die vielen verdienstvollen Helfer der Gesellschaft
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20:53 19.03.2018
Holger, Christa und Hauke Lahn (von links) sowie Astrid Reichert von der DLRG sorgen mit 1500 anderen Helfern für die Sicherheit an Badestränden und bieten Schwimmkurse an.
Norderstedt/Kreis Segeberg

Die Messe wurde seit 2006 zum siebten Mal organisiert und nach Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt fand sie nun erstmals im Norderstedter Rathaus statt. „Viele Bereiche unserer Gesellschaft sind ohne das ehrenamtliche Mitwirken der Bürger gar nicht denkbar“, sagte Stadtpräsidentin Kathrin Oehme, neben Kreispräsident Winfried Zylka Schirmherrin der Veranstaltung, bei ihrem Rundgang. Die Messe solle einen Beitrag leisten, diese „Verdienste für die Allgemeinheit“ öffentlich zu machen und gleichzeitig den Ehrenamtlern die Möglichkeit geben, sich über ihre Arbeit auszutauschen und Netzwerke zu bilden, sagte die Stadtpräsidentin. Und vor allem solle die Messe den Besuchern aufzeigen, was es alles für Möglichkeiten für sie gebe, in ihrer Freizeit etwas Gutes zu tun.

Gut 15 Millionen Bundesbürger engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich, hat das Statistikamt gezählt. 76 Vereine und Verbände aus dem Kreis Segeberg, in denen sich viele Menschen ehrenamtlich betätigen, präsentierten sich jetzt auf der Ehrenamts-Messe in Norderstedt.

Dafür sorgen zum Beispiel die Freiwilligen-Börsen. „Wir vermitteln Menschen, meist Rentner, die Zeit haben und die sich engagieren wollen für eine ehrenamtliche Aufgabe“, erklärt Georg Bielenberg von der Freiwilligen-Börse in Kaltenkirchen. 100 verschiedene Aufgaben von der Lebensmittel-Tafel bis zu Ämterlotsen habe er für Helfer im Angebot. Davon könnten sich die Leute drei aussuchen, und die Vereine meldeten sich dann bei ihnen, wenn sie sie brauchten, erläutert er das Modell.

Sie helfe Erstklässlern in einer Grundschule beim Vorlesen und Schreiben, berichtet Marion Wanke von der Freiwilligen-Börse aus Bad Bramstedt. „Es gibt so viele Möglichkeiten für Menschen, die etwas tun und helfen wollen.“

Erste Hilfe wird natürlich beim Deutschen Roten Kreuz groß geschrieben, deren Ortsvereine aus Norderstedt, Henstedt-Ulzburg und Ellerau auf der Ehrenamtsmesse vertreten waren. So sorgten die 30 Helfer des DRK-Bereitschaftsdienstes Norderstedt für die medizinische Betreuung auf dem Festival in Wacken, bei den Bundesliga-Heimspielen der HSV-Frauen unter 17 Jahren und bei Notfalleinsätzen, erklärt der stellvertretende Leiter Felix Kosbab. „Voriges Jahr haben wir beim G-20-Gipfel die Einsatzkräfte in Bad Segeberg mit Containern, Feldbetten und unserer Feldküche versorgt.“ Die Kameradschaft und der Zusammenhalt in der Gruppe, die sich alle zwei Wochen zu Dienstabenden trifft, sei enorm groß, sagt Geritt Schumann, der erst seit einem halben Jahr beim Bereitschaftsdienst dabei ist.

Die 1519 Mitglieder des DLRG-Ortsvereins in Norderstedt sorgten für die Sicherheit an den Badeseen in Norderstedt, Tangstedt und Henstedt-Ulzburg, berichtet Hauke Lahn. Zudem bringe der Verein in wöchentlichen Kursen 200 Kindern das Schwimmen bei, erzählt Astrid Reichert. „Leider fällt es immer mehr Kindern schwer, schwimmen zu lernen, weil ihnen die motorischen Fähigkeiten fehlen.“

Die Alzheimer-Gesellschaft betreut und vermittelt 80 freiwillige Helfer, die sich um demenzkranke Menschen kümmern und so deren Angehörige für ein paar Stunden entlasten, sagt Tanja Barthel. „Wir können noch viel mehr freiwillige Helfer gebrauchen, die Zeit haben und ihre Erfahrungen weitergeben möchten.“

Darum warben auch noch alle anderen Vereine auf der Messe, wie der Malteser Hilfsdienst, die Caritas, die Diakonie, der Norderstedter Jugendbeirat, die Flüchtlingshelfer oder der Wildpark Eekholt.

„Bei uns können die Helfer Tiere füttern und die Greifvögel betreuen“, sagt Ralf Kollitzki, der selbst das E-Mobil bei Veranstaltungen im Wildpark fährt.

Von Burkhard Fuchs

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