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Segeberg Drei Haftbefehle wegen Übergriffen in JVA Neumünster
Lokales Segeberg Drei Haftbefehle wegen Übergriffen in JVA Neumünster
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14:06 28.12.2012
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Neumünster

„Die Verfahren sind noch nicht abgeschlossen“, sagte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Das Amtsgericht Neumünster habe Haftbefehle gegen die drei ehemalige Insassen der JVA erlassen.

Anklagen seien aber noch nicht erhoben worden, sagte Heß zu einem entsprechenden Medien-Bericht. Es gehe um Körperverletzung und einen Fall von Vergewaltigung. Die drei Beschuldigten sind heute 23, 27 und 28 Jahre alt. Ihre beiden Opfer waren laut Heß zur Tatzeit 21 und 63 Jahre. Alle saßen in Untersuchungshaft.

Die Taten hatten sich den Angaben zufolge zwischen Januar und März dieses Jahres ereignet. Zwei der Beschuldigten seien bereits wegen Körperverletzung strafrechtlich in Erscheinung getreten und einer wegen Drogendelikten. Sie wurden mittlerweile getrennt voneinander in anderen Gefängnissen untergebracht. Die Opfer hatten laut „Kieler Nachrichten“ aus Angst geschwiegen. Die Taten sollen erst durch Hinweise anderer Insassen bekanntgeworden sein.

Nach Angaben des Justizministeriums wurden in diesem Jahr insgesamt 58 Straftaten aus Gefängnissen im Land gemeldet und angezeigt. In 33 Fällen ging es um Körperverletzung, 16 Mal um Drogendelikte. Im vorigen Jahr gab es insgesamt 67 Fälle; 2010 waren es 57. 2008 und 2009 lag die Zahl mit 32 und 35 deutlich niedriger.

Der Anstieg seit 2010 hat laut Justizministerium mehrere Ursachen. „Zum einen werden seit einigen Jahren alle Vorgänge unverzüglich gemeldet und alle Vorfälle werden auch zur Anzeige gebracht“, sagte Ministeriumssprecher Oliver Breuer der dpa. „Zum anderen stellen wir fest, dass es unter den Gefangenen inzwischen eine deutlich größere Bereitschaft gibt, Übergriffe zu melden oder darauf hinzuweisen.“ Die geringe Zahl der Verurteilungen - vier waren es 2011 und eine in diesem Jahr - deute darauf hin, dass es nur sehr wenige schwere Vorfälle gibt, sagte der Sprecher weiter.

dpa

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