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Drei Krippenräume für die Pusteblume

Trappenkamp Drei Krippenräume für die Pusteblume

Bauausschuss in Trappenkamp votiert für den knapp 750 000 Euro teuren Kita-Anbau.

Ein Giebel mit Glasfront dominiert den geplanten Anbau an das Familienzentrum Pusteblume. Drei Gruppenräume für Krippenkinder sollen hier entstehen, mit Schlafsaal, Wickelräumen, Platz zum Spielen und gemeinsamen Essen. Entworfen wurde das Gebäude von Architekt Kuno Feddersen. SKIZZE: FEDDERSEN

Trappenkamp. Das Votum für den Erweiterungsentwurf war eindeutig: kein Walmdach, stattdessen ein Giebel mit großflächigen Fenstern soll den Anbau des Familienzentrums Pusteblume schmücken. Es war auch die von Architekt Kuno Feddersen favorisierte Variante, um drei weitere Krippengruppen unterbringen zu können. Die Erweiterung war nicht unumstritten in der Gemeindepolitik, doch selbst die Trabi-Fraktion schien sich mit dem Entwurf anfreunden zu können. Im Bauausschuss am Donnerstag stimmten sie der Planung zwar nicht zu, lehnten sie aber auch nicht ab.

Das bestehende Kitagebäude hinter dem Schulzentrum soll in Richtung Königsberger Straße verlängert werden, stellte Feddersen den Anbau im Gremium vor. Um knapp 14, beziehungsweise 16 Meter soll das Haus verlängert werden. Wer die Pusteblume durch den Haupteingang betritt und nach rechts durch den Flur zum Bewegungsraum geht, wird dort, wo das Gebäude mit einem Garderobenbereich endet, den Durchgang zum neuen Krippenbereich vorfinden. Mit einem breiten Flur und Spielbereich, der durch die große Fensterfront am Ende mit Licht durchflutet sein soll. Links und rechts gehen dann drei Gruppenräume mit jeweils eigenen Wickelräumen ab, dazwischen sind eine Speiseraum sowie ein Schlafbereich vorgesehen. Auch Sanitär-, Abstell- und Personalräume sind angedacht. Über eine Treppe geht es ins Dach auf eine Empore. Die Fläche unter den Schrägen kann als Lagerfläche genutzt werden.

„Unsere Einstellung ist immer noch, dass es zu eng wird auf dem Grundstück“, sagte Gerhild Schütte, bürgerliches Ausschussmitglied für die Trappenkamper Bürgerinitiative (Trabi). Doch der Entwurf mit dem Giebel und der Fensterfront gefalle ihr am besten. Und als Sonnenschutz könne man doch abgedunkelte Fenster einbauen, schlug sie vor. Das sei so auch geplant, meinte Architekt Feddersen. Und ja, das Grundstück sei dann in der Tat „super ausgenutzt“.

Um die Erweiterung der Kita gab es im vergangenen Jahr Riesenzoff zwischen Trabis und SPD. Bei einer denkwürdigen Gemeinderats-Sitzung im April, als die Trabis wegen des Fehlens zweier SPD-Vertreter in der Mehrheit waren, lehnten sie die Erweiterung der Kita zunächst ab. Man wolle erst warten, wie sich die Bedarfszahlen entwickeln, und vorübergehend einen Container aufstellen.

Die Kitaleitung, Träger ist die Awo, war entsetzt. Trotz drei in der Gemeinde vorhandener Kindergärten führte die Pusteblume eine lange Warteliste. Insbesondere im Krippenbereich. Manche Eltern warteten bereits seit zwei Jahren auf einen Kitaplatz, sagte Cordula Schultz, selbst SPD-Mitglied, damals. Die Mehrheitsfraktion um Bürgermeister Harald Krille war wütend. Peinlich sei das für einen Ort, der Familiengemeinde sein wolle, hieß es. Die Trabis hätten ihre „Zufallsmehrheit“ ausgenutzt. Wenige Monate später hob die SPD den Beschluss wieder auf. Die Atmosphäre wirkte vergiftet.

Inzwischen scheinen sich die Wogen wieder geglättet zu haben. Als Provisorium bis zur Fertigstellung des Anbaus hat die Gemeinde das alte Gebäude der Kita Igelwiese angemietet und zwei Krippengruppen eröffnet. Die Idee einer Containerkita neben der Pusteblume wäre doch deutlich teurer geworden als zunächst angenommen.

Mit den vier SPD-Stimmen im Bauausschuss wird die Anbauplanung nun der Gemeindevertretung vorgelegt. Die drei Trabivertreter enthielten sich. Der Bauantrag werde nun fertiggestellt, berichtete Architekt Feddersen. Zur Gemeinderatssitzung im Juli soll dann schon die Auftragsvergabe erfolgen, stellt Bürgermeister Krille in Aussicht. „Wir gehen davon aus, dass der Anbau im nächsten Jahr um diese Zeit fertig ist.“ Knapp 750000 Euro sind für den Bau eingeplant.

 Nadine Materne

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