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Segeberg Drei Millionen Investitionen — Zwölf Millionen Schulden
Lokales Segeberg Drei Millionen Investitionen — Zwölf Millionen Schulden
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20:18 12.12.2015

Drei Millionen Euro an Investitionen plant die Gemeinde Trappenkamp im nächsten Jahr — bei einem Fehlbetrag im Haushalt von 670000 Euro. „Wenn wir die Maßnahmen genehmigt bekommen, werden wir einen Schuldenstand von knapp zwölf Millionen Euro erreichen“, sagt Bürgermeister Harald Krille (SPD).

1,78 Millionen Euro will die Gemeinde allein in den Ausbau weiterer Straßen investieren. „Kanal neu, Oberfläche neu, Fußwege neu, Straßenbeleuchtung. Alles komplett“, fasst Krille die beschlossenen Bauprogramme für Rosenstraße, Mozartweg, Nachtigallweg und Breslauer Straße mit. Die Baumaßnahme wird sich über zwei Jahre erstrecken. Das Alter der Straßen beziffert Krille mit „40 Plus“. Nicht jeder ist glücklich über die Maßnahme. Die Anlieger müssen am Ende 85 Prozent der umlagefähigen Kosten übernehmen. „Wir können das nicht weiter aufschieben“, so Krille. Außerdem sei bereits seit Jahren bekannt gewesen, dass ausgebaut werden soll.

Für ein neues Feuerwehrfahrzeug sind 350000 Euro eingeplant. Dazu kommen Planungskosten von 100000 Euro für ein neues Feuerwehrhaus. Denn eigentlich, so Krille, sieht der Bedarfsplan der Wehr auch eine Drehleiter vor. Dafür fehlten jedoch zwei Stellplätze.

Planungskosten in Höhe von 80000 Euro sollen zudem eingestellt werden für den Neubau des Sportplatzes. Da diese Gesamtmaßnahme aber 1,3 Millionen Euro umfassen würde, sei die Ausgabe mit Sperrvermerk versehen — abhängig davon, ob es Fördergelder gibt.

Insgesamt hat der Trappenkamper Haushalt ein Volumen von 8,5 Millionen Euro. Trotz der Deckungslücke sollen die Steuern nicht erhöht werden. Die geplanten Kredite sieht Krille gut angelegt. Es würde auch wieder Geld zurückfließen, etwa durch Grundstücksverkäufe im neuen Baugebiet.

Die Einwohnerzahl Trappenkamps sei nochmal um 64 auf 5160 gestiegen. „Auch in den nächsten zwei, drei Jahren werden wir weiter kräftig investieren müssen.“ Dann aber sei alles „auf Vordermann“ und man könne an der Schuldenrückführung arbeiten, kündigt Krille an. Und vielleicht fielen die Einnahmen ja doch noch besser aus — so wie in diesem Jahr: Die Gewerbesteuereinnahme habe sich verdoppelt auf 1,6 Millionen Euro. „Es war ein erfolgreiches Jahr“, so Krille. Vielleicht reiche es für eine „rote Null“. Allerdings auch nur, weil einige Investitionen nicht erfolgt seien, etwa der Anbau an die Franz-Bruche-Halle. Die 400000 Euro-Maßnahme wird ins nächste Jahr geschoben.

nam

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