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Duell zwischen SPD- und CDU-Kandidaten

Norderstedt Duell zwischen SPD- und CDU-Kandidaten

Wie erwartet wird der Ausgang der Oberbürgermeisterwahl in Norderstedt im direkten Duell zwischen den beiden großen Parteien entschieden. Am Sonntag setzten sich Elke Christina Roeder (SPD) mit 24,2 Prozent und David Hirsch (CDU) mit 22,9 Prozent der Stimmen für die Stichwahl durch.

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Elke Christina Roeder (SPD) wurde vom Ersten Stadtrat Thomas Bosse am Wahlabend mit Blumen beschenkt, weil sie die meisten Stimmen holte.

Quelle: Fotos: Fuchs

Norderstedt. Das Duo setzte sich gegen die anderen sechs Bewerber durch. Und einer von beiden wird nun am Abend des Sonntags, 26. November, zum neuen Chef der Verwaltung mit seinen 1200 Mitarbeitern gewählt.

LN-Bild

Wie erwartet wird der Ausgang der Oberbürgermeisterwahl in Norderstedt im direkten Duell zwischen den beiden großen Parteien entschieden. Am Sonntag setzten sich Elke Christina Roeder (SPD) mit 24,2 Prozent und David Hirsch (CDU) mit 22,9 Prozent der Stimmen für die Stichwahl durch.

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Nach Auszählung aller 24680 Wahlzettel (Wahlbeteiligung: 38,2 Prozent) lagen die 50 Jahre alte Juristin aus Neumünster mit 5939 Stimmen und der 44 Jahre alte Unternehmensberater aus Jena mit 5626 Voten nur 313 Stimmen auseinander. Sie waren in 38 von 40 Wahllokalen vorne. Roeder konnte 23, Hirsch 15 Wahlbezirke für sich entscheiden.

Dicht dahinter blieb Norderstedts Zweite Stadträtin Anette Reinders, die aber mit 5081 Stimmen (20,7 Prozent) die Stichwahl um 546 Stimmen verpasste. Sie sei natürlich „enttäuscht“, sagte die 61 Jahre alte Sozialdezernentin am Wahlabend. „Ich wollte es werden. Aber so ist das Leben.“ Morgen gehe sie wieder in ihr Büro im Rathaus.

Dort verfolgte Elke Christina Roeder mit SPD-Parteichefin Katrin Fedrowitz und Anhängern den Ausgang der Wahl. Sie sei morgens um 4 Uhr aufgestanden und habe mit 50 Helfern noch 6000 Brötchen an Norderstedter Haushalte verteilt, erzählte sie. „Ich freue mich riesig, dass ich es in die Stichwahl geschafft habe“, sagte die Juristin, die schon einmal bis 2014 in Bad Pyrmont Bürgermeisterin war und vom Ersten Stadtrat Thomas Bosse für den ersten kleinen Wahlsieg mit Blumen beschenkt wurde.

„Jetzt liegen noch einmal drei harte Einsatzwochen vor mir.“ Aber darauf sei die SPD gut vorbereitet, betonte Fedrowitz. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Wahl gewinnen. Wir holen uns Norderstedt zurück.“ Seit 1996, als der heutige Innenminister Hans-Joachim Grote erstmals für die CDU gewann, stellten die Genossen den Verwaltungschef nicht mehr in der größten Stadt des Kreises Segeberg.

CDU-Kandidat Hirsch, der nicht ins Rathaus kam und mit seinen Anhängern im Feuerwehrmuseum den Wahlausgang verfolgte, ist zuversichtlich, dass er am 26. November den kleinen Vorsprung Roeders wettmachen kann. „Ich danke meinen Wählern für ihr Vertrauen“, sagte Hirsch. Er werde in den nächsten drei Wochen alles geben, um am Ende ganz vorne zu liegen.

WIN-Fraktionschef Reimer Rathje, der mit 3431 Stimmen (14 Prozent) an vierter Stelle lag und immerhin zwei Wahlbezirke in Garstedt holte, zeigte sich enttäuscht. „Ich hatte mir mehr erhofft und mit dem dritten Platz gerechnet“, sagte der 47-Jährige. Angesichts der geringen Wahlbeteiligung befand Rathke, „dass Norderstedt eigentlich keinen neuen Oberbürgermeister verdient hätte“.

Dahinter blieben mit großem Abstand: Sven Wojtkowiak (48, FDP) mit 2044 Stimmen (8,3 Prozent) vor Jens Kahlsdorf (57, parteilos) mit 1225 Stimmen (5 Prozent), Thomas Thedens (50, Freie Wähler) mit 738 Stimmen (3 Prozent) und Christian Waldheim (44, AfD) mit 486 Stimmen (2 Prozent).

bf

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