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Segeberg Eekholt: Gute Bilanz nach Stotterstart
Lokales Segeberg Eekholt: Gute Bilanz nach Stotterstart
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12:11 17.01.2017
Die Wölfe „Janosch“ und „Alexander“ teilen sich im Wildpark Eekholt ein Gehege. Quelle: Foto: Dpa
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Eekholt

Eine Besucherzahl auf dem Vorjahresniveau, ein Rekord bei den Jahreskarten, mehr Kinder und Jugendliche im Park, dazu fast 200 aufgepäppelte Tiere in der Vogelstation – der Wildpark Eekholt zieht eine positive Jahresbilanz. „Das Jahr begann holprig, vielen neuen Tieren, neuen Gehegen, unseren Sonderveranstaltungen und dem Einsatz aller Eekholter haben wir es zu verdanken, dass wir gut aufholen konnten und im vergangenen Jahr die Besucherzahl nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau halten konnten“, sagte Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck, der auf dem Neujahrsempfang des Wildparks den Jahresbericht vorstellte.

Das Wetter machte dem Wildpark 2016 zunächst zu schaffen. Für 2017 sind mehrere Neuerungen geplant.

So hatte der Park zunächst bis Ende April fast 10 000 Besucher weniger als im Vorjahr. „Wir hatten im Frühjahr leider kein ideales Wildparkwetter. Kein guter Start in die Hauptsaison“, blickt von Schenck zurück. Doch dann begann die Aufholjagd – und insgesamt strömten am Ende dann doch noch 242132 Besucher nach Eekholt. Nur etwas weniger als im Vorjahr, als 246741 Gäste kamen.

Einen Rekord gab es dagegen bei den Jahreskarten: 2016 lag der Wildpark mit 7191 Karten erstmals über der magischen 7000er Marke. 2015 hatten sich noch 6882 Menschen für eine Dauerkarte entschieden.

„Da wir auch viele Großeltern- und Familienjahreskarten verkaufen, bedeutet das mehr als 16000 Jahreskarteninhaber“, rechnet von Schenck vor.

Zufrieden konnte auch die Leiterin der Wildparkschule Ute Kröger sein: „Im Rahmen eintägiger Wildparkbesuche betreuten wir fast exakt 10000 Kinder und Jugendliche und konnten somit das gute Niveau trotz der nicht einfacher werdenden Bedingungen des Vorjahrs um 500 toppen.“ Vor allem Schulen und Kindergärten würden den Park einen Besuch abstatten. Kröger kritisierte dabei die weiterhin fehlende direkte ÖPNV-Anbindung des Wildparks – und damit hohe Anreisekosten für Schulen und Familien.

Das erste Hochzeitspaar hielt diesen Missstand natürlich nicht auf, sich im Wildpark das Ja-Wort zu geben. Im geschmückten Wolfs–Infohaus direkt am Wolfsgehege sind nach Angaben von Geschäftsführer von Schenck für dieses Jahr bereits sieben Hochzeiten fest gebucht.

2017 soll auch weiter gebaut werden: Nach dem kompletten Neubau des Steinmardergeheges soll ein zweiter Gehegeteil mit einem „bewohnbaren“ Auto entstehen. Auch das Gehege der Waschbären soll erweitert werden, neue Tiere sollen dann per Hand dort großgezogen werden. Bei den Waschbären gab es auch einen Abschied: Waschbärdame „Mimi“ – ein echter Eekholt-Charakter – ist mit 17,5 Jahren gestorben.

Außerdem starb Wölfin „Lena“ im stolzen Alter von 13,5 Jahren. „Momentan leben also ,Mascha’ und ,Knickohr’ in einem und ,Janosch’ und ,Alexander’ im anderen Gehege. Diese Konstellation wollen wir momentan nicht ändern, damit ,Knickohr’ nicht alleine leben muss“, so von Schenck, der auch über die freilebenden Wölfen in Schleswig-Holstein berichtete: „Die Anzahl der nachgewiesenen Wölfe ist deutlich kleiner geworden.“ Im Jahr 2014/15 gab es so den Höchststand von 19 Nachweisen, im Wolfsjahr 2015/16 waren es lediglich drei Nachweise, und im aktuellen Wolfsjahr 2016/17 seien es bisher nur zwei Nachweise.

Jede Menge los war dagegen in der Vogelpflegestation. Insgesamt 194 Tiere aus 59 Arten (177 Vögel aus 52 Arten, 17 Säugetiere aus sieben Arten) wurden eingeliefert und aufgepäppelt. 81 Tiere konnten dabei im gleichen Jahr wieder ausgewildert werden. Darunter auch ein geschwächter Gänsegeier. Dank eines GPS-Senders weiß man, dass dieser bis nach Süd-Portugal weiter geflogen ist. 2017 ist der Neubau von zehn Pflegekammern für die Vogelstation geplant. Insgesamt sind laut von Schenck für die Neuerungen rund 100000 Euro eingeplant.

LN

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