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Segeberg Eichestadion: 79 Wohnungen geplant
Lokales Segeberg Eichestadion: 79 Wohnungen geplant
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21:43 07.11.2017
Ehemaliges Eichestadion in bester Lage: Hier soll, wie an der Ostlandstraße, mehrgeschossige Wohnbebauung entstehen. Diskussionen gibt es zum Gelände Wahlstedter Hof (Hintergrund). Quelle: Fotos: Hiltrop
Wahlstedt

Misst Wahlstedts Politik mit zweierlei Maß, oder verzögert lediglich die Sorgfalt die Planungen zur Bebauung des Grundstücks „Wahlstedter Hof“ an der Rendsburger Straße? Im Bauausschuss jedenfalls lieferten sich jetzt dessen Vorsitzender Klaus Harm (CDU) und der Grundstückseigentümer Jaroslav Mill einen hitzigen Wortwechsel. Denn: Vorangekommen sind die Planungen auch nach einer grundlegenden Überarbeitung des Konzeptes noch nicht. Die Fraktionen wollen erneut beraten.

Zum zweiten Mal hat Eigentümer Jaroslav Mill ein Bebauungskonzept zum Gelände am Wahlstedter Hof präsentiert, das die Politik erstmal diskutieren will. Beim benachbarten Eichestadion, das Klaus Schenk kaufen und bebauen will, zeigt sich die Politik hingegen nicht so zögerlich.

Viel Fläche

14000 Quadratmeter misst das Eichestadion an der Rendsburger Straße, rund 2000 Quadratmeter davon will die Stadt behalten.

6000 Quadratmeter misst das Grundstück „Wahlstedter Hof“, nebenan.

Der erste Entwurf scheiterte bereits im Sommer (die LN berichteten). Zu kompakt, zu groß, zu hoch – bemängelten die Mitglieder des Bauausschusses. Das neue Konzept sieht nun drei Gebäude in „lockerer“ Anordnung mit jeweils acht Wohneinheiten vor. Der erste Vorschlag enthielt noch geförderten Wohnraum. Der ist nun durch die geringere bebaute Fläche weggefallen. Die Wohnungen sollen barrierefrei erreichbar sein, energetisch setzt Mill auf 100 Prozent erneuerbare Energien. Zudem habe er „ein Voll- und ein Staffelgeschoss runtergenommen“. Anders als in der Ursprungsplanung müssen nun jedoch einige der großen Bäume weichen.

Genau das war nun Anlass zu erneuter Kritik. „Kleine Wohneinheiten kann man besser platzieren“, glaubt Ausschussvorsitzender Klaus Harm und machte deutlich, dass auch die neuen Vorschläge nicht zwingend sein Wohlwollen ernten. „Vorher war es eine andere Stelle. Jedes Mal finden Sie etwas anderes zum Kritisieren. Sagen Sie doch, wie Sie was haben wollen, machen Sie einen B-Plan“, konterte Mill. Harm: „Dass wir noch keinen B-Plan aufgestellt haben, war ein Entgegenkommen von uns. Der Planungsspielball liegt bei Ihnen, nicht bei uns.“

Wie die Fraktionen zu den neuen Plänen stehen, wird sich in der kommenden Ausschusssitzung zeigen.

Die mit bis zu drei Vollgeschossen deutlich höheren sechs Gebäude für das Eichestadion mit insgesamt 79 Wohnungen kamen bei der Politik hingegen gut an. Die von Investor Klaus Schenk realisierte Wohnbebauung an der Ostlandstraße sei eine Art Visitenkarte geworden, bestätigt Planer Bernd Löhmann. Einvernehmlich fiel die Zustimmung im Bauausschuss zum Aufstellungsbeschluss für den B-Plan aus.

Noch in diesem Monat solle der Kaufvertrag zwischen der Stadt und Schenk geschlossen werden. Schenk: „Ich rechne mit einem Baubeginn nicht vor Ende 2018.“

 Heike Hiltrop

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