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Segeberg Ein Abgeordneter im „Schmutznest“
Lokales Segeberg Ein Abgeordneter im „Schmutznest“
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21:18 30.07.2015
CDU-Landtagsabgeordneter Hans Hinrich Neve (l.) lässt sich von den Jungen im Zelt 2 ihre Boxen zeigen. Quelle: Fotos: Domann

Perlenketten aufziehen, Kokosnussschalen feilen, Papierschachteln falten — die Angebote im „Küchenzelt“ des Jugendzeltplatzes Wittenborn sind vielfältig. 120 Segeberger Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 14 Jahren machen dort gerade Ferien. Zwei Wochen lang erleben sie Gruppendynamik, lernen wie man Pizza macht und haben eine Menge Spaß.

Gestern hatten sie Besuch: Im Rahmen der Kampagne „Politik braucht Ferien“ initiiert vom Landesjugendring Schleswig-Holstein war der CDU-Landtagsabgeordnete Hans Hinrich Neve zu Gast.

Zeltplatzleiterin Bente Wohler und Martin Karolczak, Geschäftsführer des Vereins für Jugend- und Kulturarbeit (VJKA), zu dem der Zeltplatz gehört, erklärten kurz Strukturen und Aufgaben des Vereins.

Dann waren aber ein paar Stunden Ferien für den CDU-Politiker angesagt. Neve begutachtete das Zelt Nummer zwei, in dem zwölf Jungen im Alter von zehn bis elf Jahren übernachten. „Oh, in unser Schmutznest“, meinte einer der Jungen schmunzelnd. „Dabei haben wir extra aufgeräumt“, sagte Zeltbetreuer Dirk Wehrmann. Aufgeregt zeigten die Jungen dem Politiker ihre Nasch-, Lese- und Spielekisten, die sie mitgebracht hatten.

Dann war es Zeit für die „Hunger-Games“, die in Anlehnung an die „Tribute von Panem“ täglich vor dem Mittagessen stattfinden. Dabei treten zehn Kinder (aus jedem Zelt eines) gegen einen Betreuer an.

„Vor kurzem gab es ein Märchenquiz, die Kinder haben den Erwachsenen geschlagen“, erzählte Wehrmann. Das sei super, zeige es doch, dass noch Märchen gelesen würden. Gestern war dagegen Fingerspitzengefühl gefragt. Aus Toilettenpapierrollen und Tennisbällen sollte ein möglichst hoher Turm gebaut werden. Lautstark feuerten die Kinder ihre Teamkollegen an. Begeistert verfolgte Neve den Wettkampf. „Es ist super, was die Kinder hier lernen“, betonte der Politiker. Gruppendynamik und die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen seien wichtig für die Gesellschaft. Außerdem lernten die Kinder so spielerisch die Grundzüge der Demokratie kennen. „Es ist eine starke Leistung, dass die Betreuer ihre Urlaubszeit zur Verfügung stellen und ehrenamtlich solch eine tolle Sache machen“, sagte Neve und bedauerte, dass manche Unternehmer kein Verständnis für das Ehrenamt hätten. „Die Kinder und Jugendlichen lernen hier Kernkompetenzen von den Betreuern“, so Landespolitiker Neve. Und die gingen ja nicht verloren, wenn die Betreuer wieder auf ihrer Arbeit sind.

sd

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