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Segeberg Ein Arbeitsweg von 4000 Kilometern
Lokales Segeberg Ein Arbeitsweg von 4000 Kilometern
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18:12 28.05.2016

Die Gesellschaft wird älter, die Zahl der Augenerkrankungen nimmt rapide zu. Deshalb werden aber nicht automatisch mehr Augenärzte zugelassen. Das war ein zentraler Punkt bei der berufspolitischen Diskussion der norddeutschen Augenärzte, die ihre Jahrestagung am Wochenende erstmals in Bad Segeberg abhielten.

Der Bad Segeberger Augenarzt Dr. Bernhard Bambas, Landesvorsitzender des Berufsverbandes BVA, begrüßte zur Tagung um die 300 Teilnehmer aus den norddeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein. Zur berufspolitischen Diskussion am Freitagabend saßen außer Augenärzten auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Stritzl (CDU) vom Gesundheitsausschuss, Ralph Ennenbach (Lassenärztliche Vereinigung) und Armin Tank (Verband der Ersatzkassen) auf dem Podium. Christian Wolfram, Mitautor des „Weißbuches der Augenheilkunde“, forderte wirkungsvollere Konzepte ein, um eine wohnortnahe Versorgung der Patienten zu erreichen. Es sei weniger der Graue Star, dessen Häufung mit zunehmendem Lebensalter den Augenärzten zu schaffen macht: „Der Star ist mit einer Operation erledigt – schlimmer und arbeitsintensiver ist die Makula-Degeneration – inzwischen eine der häufigsten Ursachen für eine Erblindung im Alter“, sagt Dr.

Bambas. Da die Zahl der Augenärzte durch die Bedarfsplanung streng reglementiert ist, komme auf die vorhandenen Praxen angesichts des demographischen Wandels ein immer größerer Arbeitsanfall zu.

Wie gut der Patient im Vergleich aber auch im ländlichen Schleswig-Holstein noch versorgt sei, erfuhren die Augenärzte am Nachmittag bei einer „Scandinavian Lecture“ von ihrem dänischen Kollegen Jens Folke Kiilgard. Dessen Aufgabe ist es, von Kopenhagen aus auch Grönland zu versorgen. Arbeitsweg: 4000 Kilometer.

Neben den berufspolitischen Themen bestimmten die wissenschaftlichen und die Fachthemen die Jahrestagung der 300 Augenärzte. Sowohl für die altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) als auch für das Glaukom, den Grünen Star, gelte: Früherkennung biete die besten Möglichkeiten, einen nicht zu behebenden Schaden zu vermeiden. Parallel trafen sich im Vitalia Seehotel die Orthoptistinnen, die in vielen Praxen und Kliniken arbeiten, zu ihrer eigenen Jahrestagung.

Lothar Hermann Kullack

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