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Segeberg Bad Segebergs Ziel: barrierefrei und zukunftsfähig
Lokales Segeberg Bad Segebergs Ziel: barrierefrei und zukunftsfähig
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16:56 30.01.2019
Auf dem Wochenmarkt lauern nicht nur für ältere Menschen zahlreiche Stolperfallen. Die Stadt plant hier eine Neugestaltung. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

 Wie geht es weiter mit dem Projekt „Barrierefreie Stadt“ in Bad Segeberg? Schluss mit Stolperfallen, unüberwindbaren Stufen und Kantsteinen, heißt es unter anderem. Seit 2010 beschäftigt sich die Stadt damit. Seitdem sind viele Senioren zusätzlich in die Kreisstadt gezogen, das Thema wird also immer drängender. Stadtplanerin Ute Heldt Leal zog jüngst im Bauausschuss eine Zwischenbilanz dieses langfristigen Projekts, das sie zusammen mit der Behindertenbeauftragten Marianne Böttcher vorantreibt.

Blindenschrift am Treppengeländer: Eine Hilfe für Sehbehinderte in Bad Segeberg. Quelle: Stadt Bad Segeberg

Ziel sei es, Menschen mit Behinderungen oder körperlichen Gebrechen zu ermöglichen, alle Bereiche in Bad Segeberg ohne fremde Hilfe zu nutzen. Das schließt zum Beispiel auch Menschen mit Sehbehinderungen ein, die sich auch im Rathaus oder im „WortOrt“ zurechtfinden möchten. Workshops wurden dafür eingerichtet, Experten befragt, und manchmal helfe es auch, wenn sich die Planer mal selbst in einen Rollstuhl setzten und probierten, über die Straße zu kommen. „Insgesamt haben wir schon 250 Projekte in Arbeit“, erklärte Stadtplanerin Ute Heldt Leal. Sie freue sich, wenn von den Bürgern „noch weitere Anregungen an uns herangetragen werden“. Tatsächlich sei man auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um die Situation für Menschen mit Handicap im Detail zu verbessern. Übrigens profitieren alle davon: Für Bauprojekte, bei denen das Thema Barrierefreiheit eine Rolle spiele, sei die Chance größer, an Fördermittel zu kommen.

Barrierefreiheit in Bad Segeberg: Hierfür wurde die Bushaltestelle in der Eutiner Straße umgebaut. Das soll jetzt mit allen Haltestellen passieren. Quelle: Glombik

Der sanierungsbedürftige Marktplatz Bad Segebergs zum Beispiel hat großen Nachholbedarf. Wer mittwochs und sonnabends über den Wochenmarkt geht, muss aufpassen, dass er nicht über herumliegende Kabel stolpert, die meist behelfsmäßig abgedeckt sind. Ute Heldt Leal: „Wir haben Aussicht auf Fördermittel. Geplant sind eine neue Pflasterung und mehr Sitzmöglichkeiten.“ Für die Marktstände sollen „Versorgungspoller“ eingebaut werden. Auch bei privaten Bauvorhaben in der Innenstadt stehen Ute Heldt Leal und die Behindertenbeauftragte mit Rat zur Seite, damit das Thema Barrierefreiheit nicht in Vergessenheit gerate. Ute Heldt Leal: „Wir finden es sehr wichtig, dass dafür alle sensibilisiert sind.“

Bad Segebergs Marktplatz soll neu gepflastert und barrierefrei umgestaltet werden. Quelle: Glombik

Im neuen Gewerbegebiet Burgfelde sind für Fußgänger besondere Leitsysteme eingebaut worden. Kantsteine an der Kleinbahntrasse sind von der Stadt rollstuhlgerecht abgesenkt worden. Die Bushaltestellen in Bad Segeberg sollten schon 2018 barrierefrei umgebaut werden. Das musste zurückgestellt werden, weil es in der Verwaltung dafür keine Kapazitäten gab. In diesem Jahr solle ein Ingenieurbüro mit der Überplanung sämtlicher Bushaltestellen beauftragt werden. „Wir machen die Innenstadt zukunftsfähig!“ lautet das Motto, dass sich Bad Segeberg für die Projektjahre 2017 bis 2020 gesetzt habe. „Der Zuzug älterer, solventer Menschen…, die sich gerne im Alltag etwas gönnen!...“ stärke die Kaufkraft Bad Segebergs, habe ein Experte gesagt. „Diesen Menschen müssen wir mehr Aufmerksamkeit schenken.“

Wolfgang Glombik

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