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Segeberg Ein Baum für alle Gelegenheiten
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12:31 18.04.2017
Jetzt sind die Ostereier dran: Vier mal im Jahr dekoriert Freya Suckow die betagte, aber stabile Nordmanntanne um.
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Neuengörs

Wer in der geräumigen Wohnküche von Freya und Andreas Suckow sitzt und nichts ahnend seinen Blick in Richtung Wohnzimmer schweifen lässt, muss wahrscheinlich erst zweimal gucken, um zu realisieren, dass das gerade Gesehene keine optische Täuschung ist: Bei Suckows hängt eine Nordmanntanne mit der Spitze nach unten von der Decke. Dekoriert ist das gute Stück derzeit mit einer Lichterkette, bunten Ostereiern und kleinen Hasen.

 

Seit fünf Jahren wird die Nordmanntanne jahreszeitlich passend umdekoriert. Quelle: Foto: Petra Dreu
Über dem alten Ohrensessel hat der Tannenbaum der Suckows seinen Stammplatz.

„Beim Umdekorieren fallen zwar ein paar Nadeln ab, aber das ist nicht der Rede wert.

Freya Suckow

„Baumbesitzerin“

Eigentlich sind Suckows eine ganz normale Familie. Wie bei den meisten anderen auch, steht bei ihnen zu Weihnachten eine prachtvolle Nordmanntanne mit glänzenden Kugeln im Wohnzimmer. So war es auch vor fünf Jahren. Der Baum war ein Musterexemplar: groß, breit, gut gewachsen mit ausladenden Zweigen, die geradezu prädestiniert für Kerzen und reichlich Weihnachtsdeko waren. Und trotzdem: „Mein Mann wollte mal etwas anderes haben. Alle haben einen Weihnachtsbaum, der steht. Mein Mann wollte einen, der hängt“, erzählt Freya Suckow.

Der Wunsch des Landwirtes und Chefs der Freiwilligen Feuerwehr Neuengörs wurde sogleich in die Tat umgesetzt. 15 Euro investierte Andreas Suckow in eine weitere, etwas kleinere Nordmanntanne, und Freya Suckow kramte einen uralten Tannenbaumständer hervor. Mit vereinten Kräften wurde der Weihnachtsbaum genau über einem roten Ohrensessel an die Decke gedübelt, mit Lichterkette und lilafarbenen Weihnachtskugeln ausgestattet – und Andreas Suckow freute sich über den etwas anderen Tannenbaum.

Fünf Jahre ist die Aktion inzwischen her – und der Weihnachtsbaum hängt immer noch von der Decke. Zwar sagt man Nordmanntannen nach, nicht oder nur wenig zu nadeln, aber wer glaubt, nach fünf Jahren in der warmen Stube müsste nur noch das Gerippe der Tanne übrig sein, der irrt. „Wenn ich ihn umdekoriere, fallen zwar ein paar Nadeln ab, aber die sind nicht der Rede wert. Die Leute können das immer gar nicht glauben“, sagt Freya Suckow.

Vor drei Jahren hat die Tanne sogar eine Demontage überstanden. „Die Nadeln sind natürlich braun geworden. Deshalb wollte ich ihn mit weißem Lack besprühen. Vier Spraydosen habe ich verbraucht. Aber so richtig etwas geworden ist es nicht. Die Hecke des Nachbarn war hinterher weißer als der Tannenbaum davor. Seine Farbe kann man eher als antik-weiß bezeichnen“, denkt Freya Suckow an die ungewöhnliche Aktion zurück.

Viermal im Jahr dekoriert sie die Nordmanntanne um. Zu Ostern kommen – wie auch jetzt – bunte Ostereier, kleine Hasen und andere österliche Deko an die Zweige. Im Sommer sind es bunte Blumen aus Holz, im Herbst kleine Kürbisse, Blätter und Igel, die der Tanne ein etwas surreales Aussehen verleihen.

Ob Weihnachtskugeln oder bunte Eier, ob die Spitze nach oben oder unten zeigt, ist dem fast zwei Jahre alten Enkelkind von Freya und Andreas Suckow herzlich egal. Neben Eiern und Holz-Häschen hat Bjarne schon einen Osterhasen aus Schokolade entdeckt, dem schließlich das Interesse des Kleinen gilt. Auf dem Arm seiner Oma fordert er das Schokotier ein. Selbst seine ungelenken Greifversuche können dem Tannenbaum nichts anhaben, der nicht nur der Familie gefällt. Freya Suckow: „Die meisten Besucher stutzen zwar erst und manche holen ihr Handy raus, um ein Foto zu machen, aber bislang fanden alle unseren Oster-, Sommer-, Herbst- und Weihnachtsbaum toll.“

 Petra Dreu

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