Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Ein Dorf macht sich erlebbar
Lokales Segeberg Ein Dorf macht sich erlebbar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:46 17.11.2017
Die Mitglieder der Initiative „Dorf(er)leben“ bringen mit ihren Ideen frischen Wind nach Bahrenhof. Quelle: Petra Dreu
Bahrenhof

Wenn sich Fuchs und Hase irgendwo gute Nacht sagen, dann muss das in Bahrenhof sein. Genau deshalb haben sich die Mitglieder der Initiative „Dorf(er)leben“ Bahrenhof ganz gezielt als Wohnort ausgesucht. Die Abgeschiedenheit hat zwar ihren Reiz. Aber der Kontakt zu anderen Dorfbewohnern und das Miteinander sind manchmal eben auch wichtig.

„Es gibt alte Strukturen im Dorf. Da findet auch etwas statt“, erzählt Gerd Mohrmann bei einem Treffen der Initiative. In diese Strukturen hineinzukommen, sei allerdings nicht einfach, manchmal passe es auch einfach nicht. „Es war ganz einfach ein Bedürfnis der Neubürger, sich ab und an zu treffen und Veranstaltungen für alle Dorfbewohner auf die Beine zu stellen“, verrät Helga Liedtke in der Aula der Werkgemeinschaft Bahrenhof.

Die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen hat eine ganz wichtige Funktion in und für Bahrenhof. Sie hat dafür gesorgt, dass die Gemeinde auch über die Grenzen des Kreises Segeberg hinaus ein Begriff ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit der Aula der wahrscheinlich größte Raum in Bahrenhof in der Werkgemeinschaft zu finden ist. Und es gibt noch einen weiteren Pluspunkt auf Seiten der Einrichtung: Nicht nur ihr Leiter Jochen Berghöfer, sondern auch die Mitarbeiter und Bewohner sind offen für alles Neue und freuen sich über jede Gelegenheit des Miteinanders.

So haben bereits Spielenachmittage in der Werkgemeinschaft stattgefunden, von denen die Mitglieder der Initiative und Bewohner gleichermaßen begeistert waren. Höhepunkt in den vergangenen fünf Jahren „Dorf(er)leben“, da sind sich alle einig, war der Kunstsonntag am 25. Juni dieses Jahres, der ebenfalls bei der Werkgemeinschaft stattfand. „Es war einfach irre zu sehen, wie viele Nachbarn in der Umgebung mit Kunst zu tun haben“, schwärmt Helga Liedtke. „Auf dem Kunstfest ist sogar ein Gitarren-Trio entstanden. Das gibt es heute noch“, ergänzt Björn Radke. Einig sich sich die Initiatoren, dass der Kunstsonntag wiederholt werden soll. Allzu oft soll das aber nicht sein. Inzwischen ist ein Wechsel von Kunstsonntag und Dorffest angedacht. Letzteres findet 2018 statt.

Mit dem Singkreis, Waldbegehungen, Fahrradtouren, Handarbeitskreis, Kochkreis und vielem mehr haben die Bahrenhofer Neubürger bereits viel bewegt. Wenn sie gefragt werden, was fehlt, sind sich ziemlich schnell alle einig: Ein frei zugänglicher Dorftreff wäre klasse und Kümmerer, die den Dorfbewohnern unter die Arme greifen sollen, die sich nur noch schlecht selbst versorgen können.

Die nächsten Termine

Ein Spielenachmittag am 4. Februar, ein Vortrag zum Thema „Entwicklungen in der Landwirtschaft“ am 22. April und das Planungstreffen für weitere Aktivitäten am 18. März sind für 2018 bereits fest eingeplant. Eine Waldbegehung und die Vorführung des Films „Taste the Waste“ sind bislang noch ohne Datum. Weitere Infos gibt es im Internet auf der Webseite www.bahrenhof-city.de. pd

 Petra Dreu

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!