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Segeberg Ein Paradies für Winnetou-Fans
Lokales Segeberg Ein Paradies für Winnetou-Fans
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15:32 04.07.2016
Ein Filmplakat aus Schweden erzielte 75 Euro bei der Auktion.
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Ein Filmplakat aus Schweden erzielte 75 Euro bei der Auktion.

Heute letzter Tag

Um 13.30 Uhr startet heute im Vitalia Seehotel ein Filmmatinee. Dabei geht es um den Lex-Barker-Streifen „Aoom“ sowie um Berichte zu den aktuellen „Winnetou“-Dreharbeiten. Mit dabei sind die Experten Dirk Brüderle und Andreas Schumann.

Prall gefüllt war der Terminkalender für die Liebhaber des großen Schriftstellers. Bei nahezu allen wurde die Begeisterung bereits in Kindertagen entfacht, als sie mit ihren Eltern in Elspe oder Bad Segeberg die Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand live erleben konnten. So war es auch bei Michael Petzel aus Göttingen, der zu dem Fest des Karl-May-Archivs eingeladen hatte.

Dass manche Leute viel Geld für ihr Hobby ausgeben, kann Michael Petzel verstehen. Erst im vergangenen Jahr wurden rekordverdächtige Summen bei einer Auktion in Berlin gezahlt. „Die Silberbüchse von Pierre Brice hat dort für 65000 Euro den Besitzer gewechselt. Im Karl-May-Archiv haben wir auch eine solche Silberbüchse“, erzählt Petzel. Er weiß, dass Außenstehende angesichts solcher Summen nur den Kopf schütteln, richtige Fans aber greifen für das Begehrte schon mal tiefer in die Tasche. Petzel: „Für Dinge, an denen das Herz hängt, gibt es keinen Marktpreis.“

Einer seiner treusten Mitstreiter im Karl-May-Archiv ist der Hamburger Thomas Winkler, der gestern bei einer Auktion nach weiteren interessanten Dingen für seinen gigantischen Fundus Ausschau hält.

Ein isländisches Buch von „Der Schatz im Silbersee“ hat sein Interesse geweckt. Es zeigte ein Standard-Filmmotiv mit Lex Barker und Pierre Brice. In ganz Deutschland ist nur ein weiteres Buch bekannt. Es juckt in Thomas Winklers Arm, denn dieses Buch hätte er gerne gehabt. „Aber 90 Euro sind mir dann doch zu teuer“, sagt er später. Überhaupt stehen Bücher, Plakate und Autogrammkarten aus Skandinavien hoch im Kurs. Ein schwedisches Filmplakat erzielt 75 Euro. Ein weiteres Buch aus Island mit dem Titel „Halbblut“ hatte ein Anfangsgebot von 30 Euro. Bei 70 Euro lässt dann Auktionator Frank Zimmermann den Hammer fallen.

Ein Saal weiter ist das Refugium der Karl-May-Fans, die darauf hofften, bei Kollegen mit der gleichen Sammelleidenschaft etwas zu finden, was ihnen selbst noch in der Sammlung fehlte. Dort hat auch Thomas Winkler einen Stand, der die gesamte Saalbreite einnimmt. Darauf stapeln sich Ordner mit Fotos und Infos über die Leinwandhelden. In mehreren Kisten gibt es Autogrammkarten. Auch Spielfiguren hat er neben einem lebensgroßen Aufsteller mitgebracht.

Christian Hees und Katja Gerlach (beide 48 Jahre alt) sind aus Dortmund angereist. Auf ihrem Tisch mit Schallplatten, Büchern, Musikkassetten, Autogrammkarten und Fotobänden liegen ausschließlich Sachen, die der Dortmunder Karl-May-Fan doppelt hat. Christian Hees hat sogar eigene Bildbände zu den Karl-May-Filmen herausgebracht. In einem beleuchtet er die Stuntleute und ihre waghalsigen Einsätze bei den Filmaufnahmen in Kroatien.

Aus dem Karl-May-Museum im kroatischen Starigrad haben sich Angela und Josef Tarnowski aus Herzogenaurach T-Shirts mitgebracht, die Pierre Brice und Lex Barker zeigen. An ihrem langen Tisch türmen sich ebenfalls Bücher, Fotos, Plakate und Zeitschriften mit dem Konterfei der einstigen Leinwandhelden. Sogar einen Tipi hatte das Ehepaar mitgebracht, das viel lieber tauscht als verkauft.Wie die meisten beim Karl-May-Fest.

 Petra Dreu

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