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Segeberg Ein Spätnachmittag ganz in Weiß
Lokales Segeberg Ein Spätnachmittag ganz in Weiß
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11:49 07.06.2016
Felix Kahlcke, Jana Baasner, Julian Weimer und Moira Pasberg (von links) sorgten für den musikalischen Rahmen beim „White Dinner“. Quelle: Fotos: Dreu

Das Wetter passte, die Kulisse war einmalig beeindruckend und das gemeinsame Treffen schien außerdem noch ordentlich Spaß zu machen: 150 Menschen haben sich am Sonnabend ganz in weiß an weiß gedeckte Tische auf dem Leezener Dorfplatz gesetzt, um gemeinsam zu essen, zu trinken und zu klönen. Dabei ließen es sich die Teilnehmer nicht nur kulinarisch gut gehen. Musikalisch untermalt wurde das „1. Weiße Dinner“ in Leezen von jungen Musikern der Region, die natürlich auch ganz in Weiß gekleidet waren.

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„Ganz in Weiß“, das ist nicht nur ein alter Schlager von Roy Black – das ist auch Motto des „White Dinners“, nun auch in Leezen.

Dass so viele Menschen zum gemeinsamen Schlemmen in Weiß auf den Dorfplatz kommen würden, damit hatte selbst Maren Reher, Chefin der CDU-Frauen, nicht gerechnet. Der Vorschlag, ein „Weißes Dinner“ zu veranstalten, ist an sie herangetragen worden, die dann neben den CDU-Frauen den Bürgerverein, Budorp e. V., den Leezener SC, die Freiwillige Feuerwehr Leezen und den Gemischten Chor ins Boot geholt hat.

„Jeder hat seinen Tisch und Stuhl mitgebracht, ebenso sein Geschirr und das, was er essen und trinken möchte“, erzählt Maren Reher, die begeistert vor den vielen weiß gekleideten Menschen steht, die sich angeregt unterhalten. „Das ist wirklich ganz erstaunlich. Vor allem hatten wir kaum Ausgaben oder Arbeit gehabt. Wir haben ein bisschen geschmückt und ein Banner anfertigen lassen. Das war es schon.“

An einer der beiden langen Tafeln sitzen die Anlieger der Straße „Hoogen Door“, die sich gerade das selbst gebackene Zupfbrot von Silke Dusterhöft schmecken lassen. Alle sind begeistert – nicht nur vom Brot der Nachbarin, sondern auch von der außergewöhnlichen Gelegenheit, mal wieder ein paar Worte miteinander schnacken zu können. „Das hier macht einfach nur Spaß“, sagt Bea Hatje, die mit Silke Dusterhöft, Thea Hatje, Sabine Grainer und Hans Krohn in einem Gespräch vertieft ist.

Älteste Teilnehmerin ist mit ihren 91 Jahren Ilse Stolten, jüngste Teilnehmerin dagegen mit vier Monaten Clara Rode, die wie ihre Eltern ebenfalls ganz in Weiß gekleidet ist. Für den musikalischen Rahmen auf dem idyllischen Dorfplatz haben Julian Weimer, Felix Kahlcke, Jana Baasner und Moira Pasberg mit Gitarre und Gesang gesorgt.

Nach 62 Jahren ein neues Wiedersehen

Dass sie äußerst flexibel und spontan sind, haben die ehemaligen Schüler des Realschulteils der Volksschule Nahe unter Beweis gestellt, die bereits vor 62 Jahren ihren Schulalltag hinter sich gebracht haben. Sie nahmen kurz entschlossen an dem „Weißen Dinner“ auf dem Dorfplatz teil, zu dem 150 Teilnehmer zusammengekommen waren.

Alle zwei Jahre treffen die Ehemaligen sich, um die alten Schulkameraden wiederzusehen und Erinnerungen aufzufrischen. Meistens ist sogar ein Beiprogramm geplant. So waren die ehemaligen Pennäler vor zwei Jahren in Büsum und für den vergangenen Sonntag stand eine Wakenitzfahrt auf dem Programm.

„Wir haben uns aber auch schon einmal in Sommerhausen bei Würzburg getroffen“, erzählt Reinhard Rode. Seine Frau Hilde hatte im Hotel Teegen von dem Weißen Dinner gelesen und gleich vor Ort die leckeren Frikadellen für den Schmaus auf dem Dorfplatz geordert: „Alle sind so begeistert. Das ist richtig toll.“ pd

 Petra Dreu

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