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Segeberg Ein Votum für Windkraft
Lokales Segeberg Ein Votum für Windkraft
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20:10 23.06.2017
Groß Niendorf

Die Planungen der Firma Windkraft Nord AG im „Windpark Groß Niendorf“ für drei Windräder à 150 Meter Höhe und einem Rotordurchmesser von 112 Metern laufen bereits seit vier Jahren. Im März hat die Firma den dritten Antrag gestellt, die anderen beiden wurden nicht gewährt, weil wichtige Gutachten fehlten und andere fehlerhaft waren. Weitere Untersuchungen wurden danach vorgenommen, Gutachten erstellt und ausgewertet. So könnten laut artenschutzrechtlicher Untersuchung gewisse Einschränkungen während der Brutzeit von Seeadler oder Rotmilan auftreten. Für diese Zeit müssten die Windkraftanlagen dann abgeschaltet werden.

Nun waren die Gemeindevertreter gefordert, eine Stellungnahme zum Auslegungsverfahren abzugeben. Im Großen und Ganzen hätten die neuen Gutachten gezeigt, dass es keine Ausschlusskriterien für das Errichten der Windräder gebe, schlussfolgerte Bürgermeister Claus Fahrenkrog (AWGN) während der Sitzung am Mittwoch – sodass die Stellungnahme der Gemeinde„wie gehabt“ laute.

Das sieht die LGN-Fraktion anders. Der Vorsitzende Dirk Dombrowski hatte eine Liste mit Einwänden vorbereitet: Gesundheitsgefährdung durch Lärm, Infraschall, Schattenwurf und nächtlicher Befeuerung, Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem kritisierte er unvollständige Unterlagen und fehlerhafte Gutachten. Er konnte die anderen Vertreter nicht überzeugen, sieben stimmten für die Stellungnahme zugunsten der Windräder, drei dagegen.

Drei Potenzialflächen sind in der Teilfortschreibung des Regionalplanes Windenergie für Groß Niendorf vorgesehen. Auch dafür ist eine Stellungnahme nötig.

Während der Bürgermeister eine reine Kenntnisnahme als Stellungnahme vorschlug, hatten die Vertreter der GNUW-Fraktion einen Antrag vorbereitet, wonach die Höhen von Windkraftanlagen in künftigen Vorranggebieten abhängig zu machen seien von der Entfernung zur nächsten Bebauung.

Nachdem auch die LGN-Fraktion einen Antrag mit vergleichbaren Bedenken vorlas, zog GNUW-Sprecher Peter Ehlers den Antrag zurück. Darauf gab es eine Sitzungsunterbrechung. LGN und GNUW diskutierten ohne Erfolg, sodass Rüdiger Döll (LGN) einen weiteren Antrag mündlich stellte, inhaltlich die Stellungnahme der GNUW, die Forderung nach dem zehnfachen Anlagenhöhe-Abstand zu übernehmen. Doch auch der bekam keine Mehrheit. Letztlich entschieden sich fünf Gemeindevertreter für die schlichte Kenntnisnahme, drei dagegen und zwei enthielten sich.

Silvie Domann

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