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Ein Waldtag mit Stockbrot und Säge

Daldorf Ein Waldtag mit Stockbrot und Säge

Beim Holzaktionstag im Erlebniswald drehte sich am Wochenende alles darum, wie Bäume geschlagen und verarbeitet werden. Es waren - wohl wegen des trüben Wetters - nicht soviele Menschen wie sonst dort. Dabei konnten die rund 1000 Besucher einiges erleben.

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Daldorf. Es mag am trüben, nasskalten Sonntag gelegen haben oder am Valentinstag, dass nicht so viele Menschen wie sonst im Erlebniswald Trappenkamp unterwegs waren. Der alljährliche Holzaktionstag stand am Wochenende auf dem Programm. Und nur etwa 1000 Besucher, vor allem Familien, hatten sich auf den Weg nach Daldorf gemacht.

Holzwirtschaft

250 000Erntefestmeter an einschlagbarer Holzmenge gibt es in den Landesforsten pro Jahr.

423 000 Kubikmeter Holz wachsen im gleichen Zeitraum insgesamt nach.

2333Hektar in Schleswig-Holstein sind so genannte Naturwälder. Sie dürfen nicht bewirtschaftet werden.

Diejenigen, die sich an die frische Luft wagten statt sich auf dem heimischen Sofa anzukuscheln, konnten allerhand erleben. Regelmäßige Besucher wissen: Da gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch allerhand Aktionen zum Mitmachen, vor allem für Kinder. Nirgendwo sonst kann beispielsweise so nah den Rückepferden zugeschaut werden, die sonst stoisch gelassen dicke Stämme im Wald über Stock und Stein ziehen. Und so fielen auch ein paar Streicheleinheiten vom Publikum für die Schleswiger Kaltblüter „Oleander“ und „Sennerin“ vom Gut Kamp ab.

Zum Show-Act wurden die Forstwirte und Forstwirt-Azubis der Landesforsten. Die zeigten in beeindruckender Weise, was so alles zu ihrem Berufsalltag gehört und wie er sich im Laufe von vielen Jahrzehnten gewandelt hat. Schweres Arbeitsgerät, Kettensägen, Keile und was sonst noch bei der Arbeit im Wald zum Einsatz kommt, wurde neugierig beäugt und interessiert inspiziert. Dann konnten die Besucher an verschiedenen Aktionsständen selbst Hand anlegen. „Toll ist das, auch wenn ich richtige Maschinen spannender finde — es macht Spaß“, fasste etwa der sechsjährige Erik zusammen, nachdem er einen dicken Ast ein Stück kürzer gemacht hatte. Anderswo konnten Futterhäuschen und Valentins-Herzen aus Holz verschönert und mitgenommen werden. Und wer sich einem der geführten Waldspaziergänge angeschlossen hatte, erfuhr in entspannter Atmosphäre vieles zur Natur, zu Bäumen und ökologischen Zusammenhängen. Und — wie so oft im Erlebniswald — auch die Wildschwein-Fütterung gehörte zu den Höhepunkten des Holzaktionstags.

Vom Baum des Jahres bis zum Baumregister

Die Dendrologie , also die Lehre von Gehölzen und Bäumen, ist ein Teil der Botanik. Fachleute (Dendrologen) und Institutionen haben sich in der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) vereinigt. Sie gehört auch zum Kuratorium, das alljährlich den „Baum des Jahres“ wählt. 2016 ist es die Winterlinde. Die Kandidaten für 2017 sind: Fichte, Kornelkirsche und Amberbaum. Neben der DDG gibt es mit dem sogenannten Baumkunde-Team eine Gruppe Interessierter, die jedoch nicht alle Fachleute sind. Sie katalogisieren unter anderem heimische Baumarten. In ihrem Baumregister finden sich besonders alte, bemerkenswerte Bäume und Naturdenkmale, wie etwa ein 20 Meter hoher, mehrstämmiger Bergahorn in der Hansestadt Lübeck. hil

Holz aus Schleswig-Holstein

Zur alljährlichen Wertholz-Submission in Daldorf kommen an diesem Donnerstag rund 2200 Festmeter wertvolle Eichen und Eschen unter den Hammer. Sie stammen aus den Landesforsten und kommunalen sowie Privatwäldern. Zu den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (eine Anstalt öffentlichen Rechts) gehören rund 50000 Hektar Wald. Der größte Teil ist mit 89 Prozent Mischwald. Laubbäume machen mit etwa 51 Prozent den nur unwesentlich größeren Teil aus. In Schleswig-Holsteins Wäldern wachsen vor allem Buchen (ein Fünftel), gefolgt von Eichen (16 Prozent).

Nadelbäume machten laut Landesforsten 2012 rund 49 Prozent des landeseigenen Waldes aus. Davon machen Fichten und Tannen etwa ein Viertel aus. Kiefern und Lärchen sind mit 21 Prozent vertreten.

hil

Heike Hiltrop

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