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Ein Walnussbaum als Zeichen des Miteinanders

Bad Segeberg Ein Walnussbaum als Zeichen des Miteinanders

Als Symbol der Integration und für ein friedliches Miteinander hat die muslimische Gemeinde der Ahmadiyya dem Städtischen Gymnasium einen Baum geschenkt.

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Ein Symbol der Integration der Muslime: Die Ahmadiyya-Gemeinde in Segeberg spendet dem Städtischen Gymnasium einen Baum.

Quelle: Materne

Bad Segeberg. „Liebe für alle, Hass für keinen“, steht auf der gelben Plakette, die Initiator Malik Daud Khokhar an Schulleiter Ulrich Bähr übergeben hat. Sie soll an dem Walnussbaum befestigt werden, den sich die Schule ausgesucht hat.

Es ist nicht die erste Baumspende der kleinen Gemeinde, die sich vielfach im Kreis engagiert – ob bei Essensausgaben in den Flüchtlingsunterkünften oder beim „Frühjahrsputz“ am Morgen nach Silvester. „Alles ehrenamtlich“, betont Malik Imran Khokhar, Sprecher der Gemeinde. Auch am Spielplatz an der Trave steht bereits ein Baum der Ahmadiyya, ebenso bei der Berufsschule, außerdem einer in Schieren. Weitere Pflanzungen sind geplant: In zwei Wochen in Boostedt und Ende Oktober wird Klein Rönnau vier Bäume bekommen, kündigt Khokhar an.

Mit den öffentlichen Aktionen erhofft sich die muslimische Gemeinde auch mehr Offenheit gegenüber dem gemäßigten Islam. „Wir wollen zeigen, dass nicht alle Muslime über einen Kamm geschert werden können“, sagt Imran Khokhar. „Man muss genauer hinsehen.“

 Signale wie das der Ahmadiyya müsste es viel häufiger geben, findet Schulleiter Bähr. Besonders von der Islamkonferenz, die gerade ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert hat, vermisst Bähr ein offenes Bekenntnis der gemäßigten Muslime gegen den IS-Terror: „Die Grenze zwischen Krieg und Frieden muss ganz klar gezogen werden.“

„Da treffen Sie genau unseren Punkt“, entgegnet Khokhar. Die Ahmadiyya sind eine kleine islamische Gruppe: „Wir sind deutschlandweit 40000“, so Khokhar. In Schleswig-Holstein seien es knapp 750, im Kreis 45 bis 50 – „inklusive Kindern“. Trotzdem aber haben die Ahmadiyya als einzige islamische Gruppe in Deutschland den Status einer Körperschaft, betont Khokhar. „Das heißt schon etwas.“

Am 3. Oktober ist Tag der offenen Moschee in Deutschland. Auch bei den Ahmadiyya in Nahe. Ihr Gotteshaus auf einem Bauernhof in der Wakendorfer Straße 11 ist von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

LN

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