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Segeberg Ein Weltmeister auf der Segeberger Rennkoppel
Lokales Segeberg Ein Weltmeister auf der Segeberger Rennkoppel
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15:20 30.07.2017
Hans-Peter Goldnick prescht mit seinem Vierspänner durch den Wassergraben. In der Teilprüfung belegte er den 2. Platz. Quelle: Domann
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Bad Segeberg

Anhalten, rückwärts- und einhändig fahren, Hufschlagfiguren: Eine tolle Leistung, bis auf ein paar Nuancen alles super – so lautet das Feedback der Bundestrainer Wolfgang Lohrer und Karl-Heinz Geiger. Sie beurteilen die Dressur-Fahrprüfung Klasse S Zweispänner von Jan-Felix Pfeffer. Vor drei Wochen hat der 39-jährige Oeringer den Deutschen Meistertitel im Pony-Gespannfahren geholt. In drei Wochen steht die Weltmeisterschaft in Minden an.

Und so nutzt der Hufschmied das Fahrfest des Nordens als Generalprobe.

Besucher haben die Möglichkeit den Deutschen Meister und Vize-Weltmeister von 2015 über den Landesturnierplatz fahren zu sehen. Drei Einzelprüfungen gehören zur Vielseitigkeitsprüfung. Dressur, Gelände und Kegelfahren. Aufgrund der nahen Weltmeisterschaft verzichtet Pfeffer auf die Geländeprüfung. „Das ist mit den Bundestrainern abgesprochen. Ich habe ein schlechtes Gewissen dem Veranstalter gegenüber“, sagt er, aber so kurz vor dem großen Championat will er kein Risiko eingehen. Der Titel sei zum Greifen nahe, da die Weltmeisterin Anna Grayston aus England nicht teilnehme.

Der Deutsche Meister im Pony-Gespannfahren Jan-Felix Pfeffer beim Dressurfahren auf dem Landesturnierplatz. Er wurde Erster. Quelle: Domann

Warmfahren ist vor den Prüfungen angesagt, und so sitzen Pfeffer und seine Frau Stefanie auf dem Dressurwagen. Er trägt einen gebrochenen Hut und eine Bockdecke über den Beinen. Sie, ebenfalls dunkelblau gekleidet, muss mit geradem Rücken und den Händen auf den Beinen sitzen. Die beiden drehen mit ihren Deutschen Reitponys Merlin und Cliff Runden auf dem Übungsplatz. Plötzlich setzt heftiger Regen ein. Innerhalb weniger Minuten sind die Fahrer durchnässt. „Bis auf die Unterhose“, sagt Pfeffer nach der Dressur.

Das Geländefahren findet auf der Ihlwalder Heide statt, dort liegt mitten im Wald eine Koppel mit Wassergraben und Brücke. Wer den Reitplatz nicht kennt, muss sich durchfragen. Doch dann kann man die Geschicklichkeit von Fahrer und Pferden an sechs verschiedenen Hindernissen bewundern. Vor dem Parcours checken Richter Karl-Heinz Wiemer und Tierarzt Traugott Römer Mensch und Tier.

Dann geht es für die Gespanne durch die Hindernisprüfungen. Trotz des Dauerregens stehen einige Zuschauer am Wassergraben, hier gibt es die coolsten Fotos zu schießen. Ein-, Zwei- und Vierspänner donnern durch das Wasser. „Die Deutsche Meisterschaft ist ein fernes Ziel“, sagt der Nehmser Hans-Peter Goldnick. Seit zehn Jahren ist er mit einem Vierergespann unterwegs. Er liegt gut im Rennen beim Fahrfest, bei der Dressur hat er den 1. Platz gemacht, im Gelände den 2.. Heute fällt die Entscheidung beim Kegelfahren. Das fährt auch der Deutsche Meister Pfeffer wieder mit.

Von Silvie Domann

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