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Segeberg Ein braver Schwiegersohn kehrt zurück in den Rathaussaal
Lokales Segeberg Ein braver Schwiegersohn kehrt zurück in den Rathaussaal
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21:18 15.01.2016
Am Dienstag zu Gast in Bad Segeberg: Das Tempest Trio mit Ilya Kaler, Alon Goldstein und Amit Peled (v.l.). Quelle: Ed Kopicki/hfr

Der aktuelle Tourneeplan des Tempest Trios — einer israelisch-amerikanischen Klassik-Formation, die nun bereits seit zehn Jahren besteht — kann sich sehen lassen: 4. Januar El Paso/Texas, dann am 17. Januar mittags Oxford und abends London, am 18. Januar Berlin und am 19. Januar dann . . . Bad Segeberg (19.30 Uhr Rathaussaal). Wie es kommt, dass unsere Kleinstadt sich einreiht ins Konzert der ganz Großen? Ganz einfach: Amit Peled, Cellist des Trios, ist Schwiegersohn von Dr. Sabine Tomek, früher Musikchefin des Saarländischen Rundfunks und heute im Ruhestand beim Konzertring Bad Segeberg für die Programmgestaltung zuständig.

Bereits zwei Mal tat Amit Peled (der seit langem größere Säle und weitaus höhere Honorare gewohnt ist) der Schwiegermama den Gefallen, im Bad Segeberger Rathaussaal aufzutreten: 2010 als Solokünstler, begleitet von der in Hamburg lebenden Leningrader Pianistin Mara Mednik. Und 2011 bereits schon einmal mit dem Tempest Trio, zu dem außer Peled noch Ilya Kaler (Geige) und Alon Goldstein (Klavier) gehören.

Das Programm am Dienstag, 19. Januar, ist ebenso spannend wie ausgewogen: Beethovens Klaviertrio in D-Dur, op. 70/Teil 1, dem so genannten „Geistertrio“, folgt Leonard Bernsteins sechssätziges Klaviertrio von 1937, einer Rarität des damals erst 19-jährigen Bernstein, die seine spätere Genialität aber schon ahnen ließ. Nach der Pause dann Antonín Dvorak, und zwar das letzte seiner Klaviertrios (e-Moll, op. 90), das der Komponist selbst „Dumky-Trio“ nannte, um klarzumachen, dass es sechs Tänze vereint, die sich am „Dumka“, dem ukrainischen Volkslied orientieren.

Amit Peled hat auf der ganzen Welt mit über 20 renommierten Orchestern musiziert und tritt als Solist sowohl in den USA wie in allen großen Konzertsälen Europas auf. Zudem ist er Professor am Peabody Conservatory in Baltimore, wo er die Kunst des Cellos auf Englisch, Deutsch und Hebräisch unterrichtet. Während des Schleswig- Holstein-Musikfestivals hat er hoch begehrte Meisterkurse gegeben. Peled spielt ein „Goffriller“ von 1733, jenes legendäre Cello, das auch der große Pablo Casals (1876 - 1973) spielte.

Pianist Alon Goldstein gab bereits mit 18 Jahren sein Debüt mit dem Israel Philharmonic Orchestra. Seitdem tritt er weltweit mit allen namhaften amerikanischen Orchestern auf. Ilya Kaler hat als einziger Geiger überhaupt jeweils erste Preise beim Tschaikowsky-, Sibelius- und Paganini-Wettbewerb errungen. Heute ist er außerdem Professor in Chicago.

Das Konzert am 19. Januar beginnt um 19.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. Karten für 15 Euro (Schüler und Konzertring-Mitglieder frei) gibt es ausschließlich an der Abendkasse.

„Wir sind solcher Stoff, aus dem Träume entstehen.“
William Shakespeare „Tempest“ (Der Sturm)

Lothar Hermann Kullack

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