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Segeberg Ein guter Ansatz, aber schwierige Umsetzung
Lokales Segeberg Ein guter Ansatz, aber schwierige Umsetzung
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20:42 01.09.2017
Bad Segeberg

Nachbarschaftshilfe: Dieser wunderbarer Gedanke steht hinter der Initiative „Nachbarn für Nachbarn“. Eine Idee, die allerdings nicht ganz funktioniert hat. Zwar gibt es in Bad Segeberg vier aktive und gut besuchte Stadtteil-Gruppen. Der Gedanke, dass jüngere Mitbürger Älteren helfen, trifft nicht so ganz zu: Kaum, dass sich mal ein 60-Jähriger (das ist das Eintrittsalter) zu den Treffs verirrt – das normale Anfangsalter beginnt so bei 70 Jahren.

Pastor Henning Steinberg hatte vor zehn Jahren die Idee. Quelle: Foto: Kullack

Das heißt nicht, dass etwa zu wenig unternommen würde – nur fehlt es eben an den wirklich Jüngeren, die auch aktiv dem Nachbarn helfen könnten. Die Klein Niendorfer Gruppe war vor zehn Jahren die erste Stadtteilgruppe, und das nahm man zum Anlass, jetzt im Gemeindehaus St. Marien mit den drei anderen Gruppen – Innenstadt, Christiansfelde und Südstadt – das Zehnjährige zu feiern. Die Niendorfer Sketchgruppe rief in Erinnerung, was alles in den Gruppen betrieben wird: Geschichtswerkstatt, Beratung durch die Polizei gegen Einbrüche und „Enkeltricks“, Gesangsgruppe, Geselligkeit mit viel Kaffeetafeln, Informationen von Pflegediensten, Kochgruppe. Manchmal sind auch ungewöhnliche Aktionen dabei, so etwa, dass eine Gruppe sich daran stieß, dass die Bänke am Ihlwald-Wanderweg einen schäbigen Eindruck machten: Kurzerhand zog man mit Schwamm, Wasser und Bürste los und reinigte die Bänke in einer Gemeinschaftaktion.

Erfinder von „Nachbarn für Nachbarn“ war vor zehn Jahren der heutige Ruhestandspastor Henning Steinberg, der natürlich auch zur Feier gekommen war und den Ulrich Mildenberger vom Pflegestützpunkt als „Spiritus rector“ des Ganzen vorstellte.

Nächstes Treffen: Innenstadt: 4. September, 15 Uhr, Gemeindehaus St. Marien.

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