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Ein gutes Storchenjahr für den Kreis Segeberg

Bad Segeberg Ein gutes Storchenjahr für den Kreis Segeberg

Nabu-Bilanz: An 34 Standorten wurden 74 Junge aufgezogen — fünf mehr als im Vorjahr. In drei Dörfern haben sich sogar neue Paare angesiedelt.

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Bad Segeberg. 74 flügge gewordene Jungstörche, die von 34 Brutpaaren großgezogen werden: Das ist ein „erfreuliches Ergebnis“, fasst Holger Möckelmann seinen diesjährigen Storchenbericht für den Kreis Segeberg zusammen. Tatsächlich waren im Vorjahr in 36 Nestern fünf Junge weniger gezählt worden. „Das stimmt zuversichtlich“, bilanziert der Henstedt- Ulzburger Storchenexperte des Naturschutzbundes (Nabu).

Eine neue Entwicklung: Viele Störche waren in diesem Jahr „Westzieher“, das heißt, sie kamen nicht aus ihrem Winterquartier in Nordafrika, das sie über die Türkei anfliegen wie die meisten anderen, sondern haben in Spanien überwintert. „Dort gibt es zahlreiche Mülldeponien, wo sie reichlich Nahrung finden“, begründet Möckelmann dieses Verhalten. Trotz der zunehmenden „Vermaisung“ Segebergs finden die Störche bei uns offenbar noch genügend Grünland, wo sie zumindest in diesem Jahr ausreichend Nahrung gefunden haben.

Das erste Paar hat bereits am 25. Februar in Fredesdorf damit begonnen, sein Nest vorzubereiten. Störche kommen in der Regel immer wieder an ihren gewohnten Standort zurück. Dennoch können sie nicht sicher sein, dass ihnen dieser Platz nicht streitig gemacht wird. Möckelmann berichtet von rabiaten Auseinandersetzungen in Bark, Sievershütten und Heidmühlen. Dort haben sogenannte Fremdstörche den „Platzhirschen“, die seit Jahren dort ihr Nest herrichten, den Standort streitig gemacht. Das ging blutig aus. In allen Fällen haben die Fremdstörche die Eier der bereits brütenden Paare zerstört. Während die Sievershüttener und die Heidmühlener folglich keine Jungstörche willkommen heißen konnten, gelang dem Barker Paar eine sehr erfolgreiche zweite Brut, aus der vier Jungstörche hervorgingen. Apropos Verluste: 2015 haben 6,7 Prozent (Vorjahr: 14,4 Prozent) der Jungvögel nicht überlebt — das lag, so Möckelmann, auch an den guten Witterungsbedingungen in diesem Jahr.

Ebenfalls erfreulich: In Wakendorf II, Struvenhütten und Kisdorferwohld hat es Neuansiedlungen gegeben. Die meisten Jungvögel (jeweils vier) wurden in Alveslohe, Bark, Hegenbuchenbusch, Lentföhrden, Mözen, Sülfeld und Todesfelde registriert. Erfolglos gebrütet wurde in Heidmühlen, Sievershütten und Naherfurth.

Störche sind ihrem Partner treu. Und in der Regel auch ihrem Nest. Aber manchmal gibt es kuriose Verbindungen zweier Vögel, so wie auf Gut Kaden, wo sich zwei ineinander verguckt haben. Möckelmann:

„Das Interessante dabei ist, dass der eine zwar in Schweden beringt worden ist und der andere in Baden-Württemberg, dass sie sich aber auf dem Gut getroffen und gepaart haben.“ Ja, wo die Liebe hinfällt — eigentlich hätten die beiden ihre Partner in Schweden beziehungsweise Süddeutschland finden „sollen“.

Dass Störche, die ja ein Sinnbild für treue Paarbeziehungen sind, auch allein klarkommen, bewies ein männlicher Vogel in Struvenhütten: Am 9. Juli war seine Partnerin aus ungeklärter Ursache am Horst tot aufgefunden worden. Seitdem hat der Papa die drei Jungen ganz prima allein aufgezogen und ihnen das Fliegen beigebracht.

Landesweit 523 Junge
Landesweit wurden 2015 insgesamt 277 Brutpaare mit 523 aufgezogenen Jungen registriert.


In Möckelmanns Bilanz der Wildstörche nicht enthalten sind „fütterungsabhängige Populationen“ in Hitzhusen und Eekholt — zusammen 40 Brutpaare mit 98 Jungen.

Christian Spreer

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