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Segeberg Ein neuer Bus genau zur rechten Zeit
Lokales Segeberg Ein neuer Bus genau zur rechten Zeit
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Monsignore Georg Austen (r.) übergibt den Boni-Bus an Karl-Peter Möller, Alfons König, Ulrich Fahl, Johannes König und Christoph Schommer (v.l). Quelle: L. Reiher

Schleswig-Holstein ist nicht gerade katholisches Kerngebiet. Aber die Bistümer im Süden vergessen auch ihre „armen“ Glaubensbrüder und -schwestern im Norden nicht. Die Hilfe folgte jetzt in Gestalt eines neuen, rapsgelben Busses. Und der kam gerade zur richtigen Zeit: Denn nach 21 Jahren treuen Diensten und 200 000 gelaufenen Kilometern ist der alte Bulli, mit dem unter anderem Patienten der Segeberger Kliniken allsonntäglich zu den Gottesdiensten gefahren wurden, jetzt kaputt gegangen.

Neben der Bad Segeberger Kirchengemeinde St. Johannes-St. Josef wurden drei weitere Gemeinden aus den Erzbistümern Hamburg und Berlin mit einem neuen Gefährt des Bonifatius-Werk bedacht – sogenannte Boni-Busse. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Boni-Bus abholen konnten, denn, wie der Zufall es so will, hat uns unser alter Bus am Sonntag verlassen. Direkt vor unserer Kirche hat er den Geist aufgegeben“, so Küster Johannes König, der das Fahrzeug in Paderborn abholte. Die Gemeinde sei darauf angewiesen, da sie für die Herzklinik einen Besuchsdienst anbietet. Fünf Gemeindemitglieder wechseln sich beim Busfahren ab, um auch alle Fahrten, für Senioren oder Kinder organisieren zu können.

Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, weiß um die Bedeutung der Fahrzeuge für die Gemeindemitglieder: „Die Boni-Busse sind eine elementare Hilfe für Regionen, in denen der Öffentliche Personennahverkehr an den Wochenenden und oftmals auch während der Woche nur geringe Möglichkeiten bietet. Besonders ältere Menschen erfahren dank des ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Bulli-Fahrer Glaubensgemeinschaft statt Einsamkeit und bleiben so ein wichtiger Teil der jeweiligen Gemeinde.“

Das Bonifatiuswerk fördert im Jahr ungefähr 40 Boni-Busse, dabei übernimmt das Bonifatiuswerk zwei Drittel der Anschaffungskosten. Das Hilfswerk trägt so dazu bei, dass katholische Christen, die weit voneinander entfernt in einer Minderheit leben, in Gemeinschaft ihren Glauben leben können.

LN

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