Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Eine Flaschenpost, ein Fluch und eine gruselige Hexe: Kinder schreiben Hörspiel
Lokales Segeberg Eine Flaschenpost, ein Fluch und eine gruselige Hexe: Kinder schreiben Hörspiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:28 19.10.2013
„Wo bleiben die anderen denn?“, spricht Marie besorgt ins Mikrofon von Medienpädagoge Joszi Sorokowski. Zusammen mit Maxim nehmen sie die letzte fehlende Szene für ihr eigenes Hörspiel auf. Quelle: nam
Trappenkamp

Als die Kinder am Strand entlanggehen, finden sie eine Flaschenpost mit dem Flyer eines Campingplatzes. Es sind Sommerferien und die Gruppe beschließt, zelten zu gehen. „Doch als die Kinder dort ankommen, ist da gar kein Campingplatz mehr“, erzählt Julia die Geschichte weiter, die sich neun Trappenkamper Kinder in diesen Tagen bei einem Hörspielworkshop ausgedacht haben. In Abenteuerlaune, wollen die Kinder trotzdem auf dem Platz übernachten. Als Julia sich im Wald umsieht — die Teilnehmer spielen sich selbst — findet sie ein altes Haus und von da an wird es richtig gruselig.

Es ist der zweite Hörspiel-Workshop, der in dieser Woche im Jugendzentrum Trappenkamp angeboten wurde, finanziert durch das Projekt Jugend- und Kulturarbeit mobil vom Verein für Jugend- und Kulturarbeit. Svenja Lutkat vom Juz wollte dieses Mal ursprünglich ein Medienseminar zum Thema Zeichentrick anbieten, aber die Kinder haben sie überstimmt, die Hälfte der neun Teilnehmer war schon beim ersten Workshop dabei. Drei Tage dauerte er. „Am 1. Tag haben wir uns die Geschichte ausgedacht“, erzählt Leia. Im Gruppenraum hängen die Storybords zu jeder Szene. „Am Anfang ist es immer ganz schwierig“, sagt Medienpädagoge Joszi Sorokowski. Aber haben sich die Kinder erst einmal auf ein Thema geeinigt, reichten ein paar Anstöße und es sprudele nur so aus ihnen heraus.

Mystisch geht es zu in der Geschichte: Eine gruselige, aber eigentlich nette Hexe lebt in dem alten Haus. Sie berichtet von einem Fluch, der über dem Wald liegt. „Kein Kind, das jemals in den Wald hinein gegangen ist, ist je wieder ‘rausgekommen“, warnt sie die Kinder — Sorokowski hat den Hexenpart übernommen. „Doch die meisten Kinder glauben ihr nicht“, erzählt Julia weiter. Und so laufen fast alle durch die magische Wand, hinter der sie in einen unendlichen Schlaf fallen. Nur Marie und Maxime sind auf dem Campingplatz geblieben. „Wo bleiben die anderen denn?“, spricht Marie ins Mikrofon. „Ja stimmt, es sind schon über drei Stunden“, sagt Maxime. Sie beschließen, nochmal zur Hexe zu gehen. Es ist die letzte Szene des Stücks, sie wird im Garten des Juz eingesprochen. „Das konnten wir gestern nicht machen, es hat geregnet“, berichtet Sara. Es ist der dritte und letzte Tag des Workshops. „Nun wird geschnitten“, freut sich Henry schon. Am Ende des Tages wird jedes Kind eine CD mit dem eigens produzierten Hörspiel in den Händen halten. Und die Kinder sind sich schon einig: Beim nächsten Mal sind sie wieder dabei.

Nadine Materne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Erich-Machac-Stiftung in Bad Segeberg ist kaum bekannt. Der Namensgeber verfügte schon 1984, wie sein Vermögen nach seinem Tod verwendet werden sollte.

19.10.2013

Landesverein für Innere Mission baut in Norderstedt Tageskliniken für Psychiatrie und Psychotherapie.

19.10.2013

Geschäftsleute laden zum 5. Lichterfest nach Bad Segeberg ein. Dafür verlängern viele Läden ihre Öffnungszeiten bis 21 Uhr.

19.10.2013
Anzeige