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Eine Komödie an der langen Leine

Bad Segeberg Eine Komödie an der langen Leine

„Da sein oder nicht da sein“: heißt das Stück, das sich die Theater AG der Dahlmannschule vorgenommen hat. Heute Abend um 19 Uhr ist die mit Spannung erwartete Premiere in der Aula. Vorweg: Es ist ein hochambitioniertes Unterfangen, diese nicht ganz unkomplizierte Komödie mit Scheinrealitäten und unterschiedlichen Handlungsebenen auf die Bühne zu bringen.

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Die Annäherung auf der Couch in der Praxis misslingt ihm völlig: Marcel Bárdos als Psychotherapeut Bertrand und Lisa Musehold als Désiré sind wie auch die anderer Mitglieder der Theater AG der Dahlmannschule sehr intensiv in ihrem Spiel bei „Da sein oder nicht da sein“.

Quelle: Fotos: Glombik

Bad Segeberg. Das Stück von Rainer Woop wurde erst vor einem Jahr uraufgeführt, Lehrer und Regisseur Frank Rössel und seine 14 Darsteller stehen also alle Möglichkeiten offen, dem Publikum das brandneue Theaterstück unbefangen mit dramaturgischen Ideen nahezubringen.

LN-Bild

„Da sein oder nicht da sein“: heißt das Stück, das sich die Theater AG der Dahlmannschule vorgenommen hat. Heute Abend um 19 Uhr ist die mit Spannung erwartete Premiere in der Aula.

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Mindestens eine „Superidee“ entstand daraus: Wie in einem Marionetten-Guckkasten hängen die Schauspieler an Fäden, die an der Decke an beweglichen Schlaufen befestigt sind. Die Darsteller sind — wie sich in einer Art Rahmenhandlung herausstellt — Figuren einer Autorin, die sich die Komödie ausgedacht hat. Die steigt nun aus ihrer Realität herab — total verrückt! — und konfrontiert Psychotherapeut Bertrand damit, dass er nur eine Kopfgeburt ist, also nicht real ist. Und wenn die Autorin das Stück nicht weiterschreiben kann, er befürchten muss, nicht weiter zu existieren. . .

Dabei hat er doch ein spannendes Leben: Der angesehene Seelenklempner mit Promifaktor tritt auch mal in einer Fernsehshow auf und wird sogar für den Fernsehpreis „Goldene 7“ nominiert. Klar, er wird auch von seinen Patientinnen umschwärmt. Dumm nur, dass er selbst sich ausgerechnet in eine lesbische Bekannte verliebt, die ihn von seiner eigenen Psychiater-Couch schmeißt. Sein Bühnen-Kuss wird nicht erwidert. Eine delikate Szene für Jugendliche, die aber die Schüler mit großer Konzentration und Ernsthaftigkeit bewältigen.

Denn eine Komödie zu spielen, ist anstrengend und sehr sehr ernsthaft. „Weitermachen Leute, volle Konzentration“, ruft Frank Rössel bei der Probe vom Regiepult zur Bühne. Nur noch wenige Tage bis zu den beiden Aufführungen. Auf der Bühne mit den vielen Strippen geht es kurzweilig zu. Bertrands Praxis mit Couch ist mehr ein Irrenhaus, in dem sich ein verliebter, stotternder Fensterputzer, ein Freund mit extrem vielen Frauengeschichten und eine höchst eifersüchtige, schrille Dame die Klinke — Verzeihung den Karabinerhaken — in die Hand geben.

Sie alle hängen am Haken mittels Fäden, die sich kreuzen, hin und wieder beim Spiel mehr oder minder unfreiwillig verheddern und so ein Gespinst bilden. So wird deutlich, wie sich trotz aller dargestellten Individualität der Figuren mit ihren Macken doch alle aneinander hängen, voneinander abhängig sind.

Das Stück haben sich die Jugendlichen selbst ausgesucht, erklärt Frank Rössel. „Das war bei ihnen der klare Favorit.“ Seit einem halben Jahr arbeite die Theater AG an der Inszenierung, die Gruppe habe auch viel an der Textvorlage gekürzt, schon damit das Stück auch zeitlich in den Rahmen passe. Für die Zuschauer der „Dahlmann-Bühne“ dürfte es ein vergnüglicher Abend mit vielen grotesken Szenen geben. Die jungen Schauspieler sind sehr engagiert bei der Sache. Nur die langen Leinen auf der Bühne bilden hin und wieder ein Hindernis: Es ist halt eine verknäulte Geschichte, die von den Zuschauern entwirrt werden muss.

Der Autor kommt selbst

Am heutigen 3. März und am morgigen Freitag, 4. März, jeweils um 19 Uhr zeigt die Theater-AG der Dahlmannschule in der Aula die Komödie „Da sein oder nicht da sein“ von Reiner Woop. Als Eintritt bezahlen Schüler drei und Erwachsene fünf Euro.

Zur zweiten Aufführung am Freitag wird auch der Autor des Stückes, Reiner Woop, erwartet. Der ist sicher gespannt, wie die Schüler seine dramatische Komödie auf der Bühne umsetzen.

Genauso gespannt ist aber auch Lehrer Frank Rössel, wie der Autor das darstellende Spiel bewertet.

Von Wolfgang Glombik

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