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Segeberg Eine Million für die Demenzhilfe
Lokales Segeberg Eine Million für die Demenzhilfe
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22:19 27.09.2017
Antje Holst (Kompetenzzentrum) im Gespräch mit Heiner Garg. Quelle: Foto: Bf
Norderstedt

Zusammen mit den Zuschüssen von den Pflegekassen in gleicher Höhe und Eigenmitteln habe die Einrichtung mit ihren acht Mitarbeitern mehr als eine halbe Million Euro jährlich zur Verfügung, sagte der Minister.

Er wisse von seiner Doktorarbeit über die Pflegeversicherung und aus der eigenen Familie, was es bedeutet, „wenn man glaubt, dass man jemanden verloren hat, der direkt vor einem sitzt“, sagte Garg in Erinnerung an seine demenzkranke Großmutter, die mit 92 Jahren starb. Kurz vor ihrem Tod habe sie ihm nochmal in die Nase gekniffen, erinnerte sich Garg. „Da wusste ich, Oma hat mich noch mal erkannt.“ 57600 Demenzkranke gebe es heute in Schleswig-Holstein, etwa 4000 davon lebten im Kreis Segeberg.

„Das ist eine große Herausforderung an die Gesellschaft, diesen Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in Würde und solange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, sagte der Minister und lobte seine frühere Amtsvorgängerin, Sozialministerin Heide Moser aus Norderstedt, die sich „mit unglaublicher Empathie und Verve für eine aktivierende Pflege eingesetzt hat“.

Das Kompetenzzentrum, das durch die finanzielle Absicherung nun auch aus dem Hochhaus am Harksheider Markt in größere Räume am Hans-Böckler-Ring umziehen konnte, bietet vor allem Angehörigen von Demenzkranken Hilfe und Unterstützung an, erklärte deren Leiter Swen Staack. Betroffene und Angehörige könnten sich eine extra eingerichtete Musterwohnung anschauen, um zu sehen, welche alltäglichen Dinge sie zu Hause ändern sollten, damit die Lieben nicht noch mehr darunter leiden müssten, wenn ihr Gedächtnis sie zunehmend im Stich lässt. Zudem berät es über Diagnostik, Kliniken, Angehörigengruppen, Arztpraxen, Schulungen, Fortbildungen und Netzwerke. Kontakt: www.demenz-sh.de, Telefon: 040/6092640.

 bf

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