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Segeberg Eine Reise in die Steinzeit
Lokales Segeberg Eine Reise in die Steinzeit
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21:22 29.08.2016
37 Minuten brauchte Kiana mit der Feuersteinschneide.

Weder Fell noch Krallen, auch Reaktionsgeschwindigkeit und Sehkraft sind eher mittelmäßig: Der Mensch ist ein miserabler Jäger. Wie er aber trotzdem in der Steinzeit überleben konnte, zeigten eindrucksvoll Harm Paulsen und Stefan Brocke im Wildpark Eekholt. Unter dem Motto „Mit den Rothirschen in die Steinzeit“ erfuhren die Besucher am Sonntag, wie Werkzeuge aus Feuerstein hergestellt wurden und hörten Wissenswertes über Speere, Bögen und das Feuermachen.

Wildparkbesucher erlebten, wie arbeitsintensiv das Leben vor 12000 Jahren war.

„Eigentlich ist der Mensch behindert, wir haben nur aufgrund von Hirn und Händen überlebt“, sagte Paulsen und erklärte: Die Hände seien etwas Besonderes, mit jedem Finger könne der Mensch greifen.

Und die Hirnleistung habe dazu gedient, die Schwächen mittels „Prothesen“, zu kompensieren. Innerhalb weniger Minuten hatte er einen Faustkeil aus einem Feuerstein geschlagen; mit dem Knorren eines Hirschgeweihs hatte er den Stein bearbeitet. Wie hart die Knochensubstanz eines Hirsches sein kann, erlebte Kiana (10) aus Kisdorf. Mit einer Schneide aus Feuerstein sägte sie eine Spitze des Geweihs ab, um sich daraus eine Kette zu machen. Nach 37 Minuten hatte sie den Knochen mit einem Durchmesser von einem guten Zentimeter durchgesägt. Weitere Bastelangebote gab es vom Fehrenbötler Urzeithof und von Wildpark-Mitarbeitern.

Wie Rentierjäger um 10 000 vor Christi gelebt haben könnten, demonstrierte Stefan Brocke. Sein Zelt hat er aus 36 Rentierhäuten zusammengenäht, außerdem zeigte er unter anderem Elchsehnen und Nadeln, eine Weissagungstrommel, eine Schamanenmaske und Werkzeuge aus Tierknochen.

sd

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