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Eine Stunde kostenfrei: „Happy Hour“ beim Parken

Bad Segeberg Eine Stunde kostenfrei: „Happy Hour“ beim Parken

Stadt Bad Segeberg kommt den Einzelhändlern entgegen — Maßnahme soll in der mäßig besuchten Zeit zwischen 14 und 15 Uhr mehr Kunden anlocken.

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Mario Kohlmus hat gut lachen: Eine Stunde freies Parken — und das mitten in der Innenstadt. „Wir Männer brauchen in Geschäften ohnerhin nicht länger. Schade, dass die ,Happy Hour‘ heute noch nicht gilt“, sagt er.

Quelle: Kullack

Bad Segeberg. Eine unendliche Geschichte sind die Parkgebühren in Bad Segeberg. Die Bürger sind verärgert, und auch die Geschäftsleute klagen immer wieder, dass seit Wegfall der Brötchentaste die Innenstadt für Kunden unattraktiver geworden sei. Seit diesem Jahr sind sogar die Stellflächen auf der Backofenwiese kostenpflichtig. Doch die ersten drei Monate zeigen auch, wie unbeliebt die Maßnahme ist. Der Parkplatz wird viel weniger genutzt. Doch die klamme Stadt kann sich keine Geld-Geschenke leisten — zumindest keine großen. Als Anreiz vor allem für die Bad Segeberger plant die Stadt jetzt aber die Einführung einer „Happy Hour“: Zwischen 14 und 15 Uhr soll das Parken auf städtischen Flächen künftig kostenlos sein.

LN-Bild

Stadt Bad Segeberg kommt den Einzelhändlern entgegen — Maßnahme soll in der mäßig besuchten Zeit zwischen 14 und 15 Uhr mehr Kunden anlocken.

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„Wir wollen damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, bestätigt Bürgermeister Dieter Schönfeld den LN das Vorhaben. Seit Jahren beschwere sich der Einzelhandel in der Innenstadt, wie unattraktiv das Einkaufen im Zentrum sei — wegen der Parkgebühren. Doch auf die Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung könne die Konsolidierungsgemeinde „auf keinen Fall“ verzichten, betont Schönfeld. Immerhin hatten die Ticketautomaten vergangenes Jahr 354000 Euro eingebracht (die LN berichteten).

Allerdings — das ergaben Gespräche mit dem Einzelhandel — sei die Innenstadt gerade zwischen 14 und 15 Uhr nur mäßig besucht, so Schönfeld. Entsprechend niedrig seien dann auch die Parkeinnahmen. Das gebührenfreie Parken in dieser „schwachen Stunde“ soll ein Anreiz sein, zu dieser Zeit mehr Publikumsverkehr in die Bad Segeberger City zu ziehen, erläutert Schönfeld. „Und wer dann erst mal da ist, bleibt vielleicht auch noch länger“, so die Hoffnung des Bürgermeisters. Mit Ablauf der Stunde würden natürlich wieder Gebühren fällig, betont Schönfeld. Für die Einhaltung würden die Kontrolleure sorgen, die dann verstärkt hinschauen würden.

Technisch sei das alles kein Problem. In anderen Städten gebe es solche Gebührenmodelle bereits, so Schönfeld. Die Parkscheinautomaten bräuchten lediglich ein Software-Update. Autofahrer, die in der „Happy Hour“ parken und den Stellplatz länger nutzen möchten, müssen einfach nur das nötige Kleingeld einwerfen, die bezahlte Parkzeit beginnt dann erst ab 15 Uhr, versichert Schönfeld. Ähnlich verhalte es sich, wenn die Parkzeit vor 14 Uhr beginnt. Das Update soll bereits in den kommenden Wochen aufgespielt werden.

„Das ist eine innovative Idee“, lobt Ulf Peters von der Einzelhändler-Initiative „Die Hamburger Straße“ die „Happy Hour“-Pläne der Stadt. Für Berufstätige könnte es zwar schwierig werden, das Angebot zu nutzen, aber man sollte das Vorhaben auf alle Fälle ausprobieren und Erfahrungswerte sammeln. „Ich bin immer für Doing“, sagt er. Also: machen. „Die Brötchen-Taste war aber auch eine gute Sache“, schiebt Peters noch hinterher.

Hoffnungen auf die Rückkehr der Brötchentaste, mit der jederzeit die ersten 15 Minuten Parken kostenfrei waren, erteilt Schönfeld jedoch gleich eine Absage. Die „Happy-Parking-Hour“ sehe er als guten Kompromiss zwischen Kunden- und Händlerinteressen. Und: „Das Vorhaben ist auch mit dem Innenministerium, dass uns wegen der Haushaltskonsolidierung streng überwacht, positiv besprochen worden“, betont der Bürgermeister.

Eine „coole Idee“ nennt Kunde Mario Kohlmus die geplante „Happy Hour“. „Eine Stunde freies Parken, das würde mir absolut reichen für meinen Einkauf. Männer brauchen ja eh nicht so lange zum Shoppen“, sagt er mit einem Zwinkern und füttert den Parkautomaten. „Schade nur, dass die ,Happy Hour‘ heute noch nicht gilt.“

Von Nadine Materne

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