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Eine halbe Million Euro für das Städtische Gymnasium

Bad Segeberg Eine halbe Million Euro für das Städtische Gymnasium

Bildungsministerin Britta Ernst besuchte das Städtische Gymnasium in Bad Segeberg, im Gepäck einen Bescheid von 528 000 Euro für einen sehr, sehr dankbaren Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD), der das Geld für die Sanierung der Schule verwenden wird.

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Noch in diesem Jahr sollen die Sanierungsarbeiten an der Fassade des Altbaus am Städtischen Gymnasium beginnen.

Quelle: Fotos: Glombik

Bad Segeberg. Als „Geldbriefträgerin“ mit der Zusage für eine halbe Million Euro – das sind sicher die allerschönsten Termine für eine Ministerin. Gestern war es soweit.

LN-Bild

Ministerin Britta Ernst überreichte Bescheid an dankbaren Bürgermeister.

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„Im Sommer wird es unerträglich heiß in den Räumen, im Winter zieht es." Ulf-Gerald Kirschstein, Stellvertretender Schulleiter

Bildungsministerin Britta Ernst besuchte Städtische Gymnasium in Bad Segeberg, im Gepäck einen Bescheid von 528 000 Euro für einen sehr, sehr dankbaren Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD), der das Geld für die Sanierung der Schule verwenden wird. Eine hohe Förderquote. Gerechnet wird mit Sanierungskosten von rund einer Million Euro.

Wie teuer es genau wird, ist noch unklar, denn die Ausschreibung für die Baumaßnahme am Altbau der Schule mit dem Abbau der damals üblichen Waschbetonplatten darf jetzt erst starten. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein. Zwingend erforderlich ist die Sanierung. Der stellvertretende Schulleiter Ulf-Gerald Kirschstein bringt es auf den Punkt: „Im Sommer wird es unerträglich heiß in den Klassenräumen, im Winter zieht es. Die Sonnenblenden funktionieren nicht mehr.“ Letztere decken aus unerfindlichen Gründen auch nur den unteren Teil der Fenster ab. Wenn die Sonne reinknallt, werden die oberen Scheiben mit schwarzer Folie abgeklebt.

Von dem Sonnenblenden-Unikum und dem grauen Waschbeton-Outfit wird man sich an der Schule verabschieden. Schulleiter Frank Ulrich Bähr ist „voller Vorfreude“. Über die neue Fassaden-Farbgebung werde man sich noch einig werden, meint er. Er plädiert für farbliche „Kreativität“ und ist nicht unbedingt für das „Orange“ des Müllentsorgers Wege-Zweckverband – so wie das Klassenhaus, das 2009 gebaut wurde.

Bei den Fördermitteln, die das nun alles möglich machen sollen, handelt es sich um Geld aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm des Bundes. Das ist so eine Art Geldtopf für Arme, denn er stellt für finanzschwächere Kommunen bis zum Jahre 2021 rund 100 Millionen Euro in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Das Land habe entschieden, so Bildungsminsterin Ernst, damit den großen energetischen Sanierungsbedarf an Schulen und Kindergärten zu lindern. So werden 80 Millionen Euro in Schulen und 20 Millionen Euro in Kitas gesteckt.

Auch die Schülersprecherinnen Miriam Gerull und Ida Osterkamp freuen sich über die Verbesserung der Lernbedingungen am Städtischen. „Wir verbringen momentan unsere Hauptlebenszeit in der Schule und haben oft auch nachmittags Unterricht.“ Da sei es wichtig, dass man sich hier gerne aufhalte. Es hat sich gegenüber den 70er Jahren eine Menge getan. Nicht nur die Zahl der Abiturienten hat sich erhöht, auch werden Schüler bei G 8 ja nicht mehr nur bis 13 Uhr, sondern bis weit in den Nachmittag unterrichtet. Da muss das Gebäude auch stimmen.

Wenn die Ministerin in Segeberg weilt, wird sie auch noch mit dem Wunsch des Schulverbandes konfrontiert: Wie berichtet, hatte sich dieser für die Einrichtung einer Gebundenen Ganztagsschule an einer Grundschule ausgesprochen. In dieser Legislaturperiode werde das nicht mehr entschieden, stellte Ernst klar. Immerhin gebe es im Lande schon 507 Offene Ganztagsschulen und 30 Gebundene.

 Wolfgang Glombik

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