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Einfach mal raus! Tourismus setzt auf Tagesgäste

Bad Segeberg Einfach mal raus! Tourismus setzt auf Tagesgäste

„Einfach mal raus“, lautet das Motto der Kampagne der Metropolregion Hamburg, die zum neunten Mal startet, eine Tagestourismuskampagne mit 66 Zielen in der Region. Drei davon im Kreis Segeberg.

Attraktion im Kreis: Ein Ausflug ins Moor.

Bad Segeberg. Beim Thema Tourismus wird oft auf die reinen Übernachtungszahlen geschaut. Ein echter Wirtschaftsfaktor für die Metropolregion Hamburg, zu der auch der Kreis Segeberg gehört, ist aber der Tagestourismus. „Auf eine Übernachtung in der Region kommen fünf Tagestouristen“, betont Marion Köhler, Sprecherin der Metropolregion. „Das ist ein echtes Pfund.“ Zum neunten Mal startet deshalb die Tagestourismuskampagne mit 66 Zielen in die Region.

Ein Besuch in der Bad Segeberger Kalkberghöhle, ein Ausflug mit dem Dampfer auf der Elbe nach Lauenburg, Floßurlaub in Schwerin oder ein Moorbad in Bad Bramstedt – „einfach mal raus“, lautet das simple Motto der Kampagne, die insbesondere die Bewohner der Metropolregion ansprechen soll. „Die Metropolianer besuchen sich gerne selber“, so Köhler. Überraschend und auch mal ungewöhnlich sollen die ausgewählten Ziele sein – und ohne große Planung erreichbar sein.

Drei der 66 Destinationen befinden sich im Kreis Segeberg: das Brauhaus „Hopfenliebe“ in Norderstedt, das Bad Bramstedter Moor und die Kalkberghöhlen. Die sind zwar nicht unbekannt, aber immer wieder eindrucksvoll: „Das größte Winterquartier von Fledermäusen in Nordeuropa“, betonte Dr. Anne Ipsen bei der Vorstellung der Kampagne in Bad Segeberg. 30000 Fledermäuse überwintern hier jedes Jahr.

„Das sind drei Millionen Übernachtungen, Tendenz steigend“, witzelte Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld.

Mit dem Fledermauszentrum Noctalis nebenan versuche man, die Faszination für die Tiere zu wecken – auch mit lebenden Exemplaren wie Flughund „Foxi“, sagt Ipsen. Bis zu 45000 Besucher hat das Haus. „Aber es ist noch Luft nach oben“, betont Schönfeldt. Immerhin wurden vor dem Bau drei Mal so viele Gäste prognostiziert. „Diese Kapazitäten haben wir auch.“

Zum Tagesausflug gehört auch Gastronomie. Mit dem Brauhaus „Hopfenliebe“ bietet Norderstedt ein ungewöhnliches Angebot: echtes Norderstedter Bier und dazu 60 weitere Biere aus Deutschland und Europa, erzählt Betreiber und Biersommelier Rajas Thiele-Stechemesser. Ausgehend vom Geschäftsreisen-Tourismus biete Norderstedt inzwischen eine Vielfalt von Tourismusangeboten, sagt Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und verweist etwa auf den Stadtpark. 2011 zur Landesgartenschau gebaut, lockt er nun jährlich bis zu 700000 Besucher auf das Gelände mit See und Sportpark.

Mit dem Status als einziges Heilbad in der Region will Bad Bramstedt punkten. Ausflüge mit der Kurbahn, zu erleben, wie Moor in frühen Tagen bearbeitet wurde, oder ein Moorbad nehmen in der Kurklinik sind möglich. „Nicht zu Wellness-Zwecken“, betont Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Der therapeutische Nutzen sei erwiesen. Trotzdem sei es möglich für auswärtige Gäste.

Dass sich Urlauber wegen der Kampagne nun zum 14-Tage-Urlaub in Segeberg entschließen, das erwarte keiner, sagte Maike Moser, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS). Aber eine Erhöhung auf durchschnittlich drei glatte Tage wäre doch schön. Aktuell sind es nämlich 2,7 Tage. Zur Förderung des Tourismus wird die WKS auch auf der Regioschau am 10./11.

Juni auf der Rennkoppel mit einem Zelt präsent sein.

Die Kurbahn fährt wieder durch das Moor

Die Moorbahn der „Oskar Alexander Kurbahn“ in Bad Bramstedt fährt am Sonntag, 7. Mai, wieder. Zwischen 10 und 17 Uhr hat jeder die Möglichkeit, die Natur mit dem Personenzug zu genießen. Dieser fährt gemütlich vom Moorschuppen durch das Moor bis zum Moorbahnhof. Auf der Geschichts- und Heilmoorführung erfahren die Passagiere Wissenswerten zum Moorbad von den Ehrenamtlichen des Fördervereins Deutsche Feldbahn. Der Besuch der Anlage ist ohne Anmeldung möglich. Fahrkarten gibt es vor Ort.

Tickets für Erwachsene kosten fünf, für Kinder drei Euro. Anfahrt und weitere Infos unter www.kurbahn- bad-bramstedt.de oder ☎ 04191/8608003.

 Nadine Materne

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