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Segeberg Eintracht Segeberg will Zukunft „aus eigener Kraft gestalten“
Lokales Segeberg Eintracht Segeberg will Zukunft „aus eigener Kraft gestalten“
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04:13 14.03.2018
Der neue Vorstand von Eintracht Segeberg mit Klaus Böttcher (Hallensport), Hans Heinrich Meins (Finanzen), Jule Schwedtmann (Schriftführerin), Bernd Motschmann (kaufmännischer Bereich) und Knut Polonji (technischer Bereich, v. li.). Unbesetzt ist der Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Werbung. Quelle: Fotos: Dreu
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Bad Segeberg

Die Nachrichten, die Knut Polonji als Vorstand für den technischen Bereich auf der Jahresversammlung des Vereins verkündete, lassen nur ansatzweise erahnen, wie viel Arbeit hinter ihm und seinen Vorstandskollegen Hans Heinrich Meins (Finanzen), Bernd Motschmann (kaufmännischer Bereich) und Holger Tiemann (Öffentlichkeitsarbeit/Werbung) liegen muss.

Der vor einem Jahr neu gewählte Vorstand von Eintracht Segeberg hat wieder Ordnung in das damalige Chaos gebracht. Auch wenn der am Montag verkündete Rückzug von Holger Tiemann ein Schlag für den Verein ist, blicken Vorstand und Mitglieder positiv in die Zukunft.

Dass der pensionierte Banker Hans Heinrich Meins offenbar der richtige Mann für das finanzielle Durcheinander war, in dem sich der Traditionsverein noch vor einem Jahr befand, wurde spätestens bei den Zahlen deutlich, die Meins von einem dicken Minus der vergangenen beiden Jahre in ein geplantes Plus für 2018 umbiegen konnte. Möglich sei dies durch Einsparungen, neue Sponsoren, aber auch durch Umschuldungen geworden. Schadensersatzforderungen gegen den alten Vorstand wolle die Eintracht nicht weiter verfolgen, weil die Erfolgsaussichten sehr gering seien, hieß es.

Ein komplexes Thema seien in den letzten Monaten die Differenzen mit dem SC Rönnau gewesen, die sehr viel Zeit gekostet hätten. „Es gab einen vorbereiteten, neuen Vertrag, der nicht unterzeichnet wurde. Auch Forderungen nach personellen Veränderungen bei der Eintracht hat es gegeben“, erläuterte Knut Polonji.

Anfang Januar sei der Vertrag für die Spielgemeinschaft vom SCR gekündigt worden. Die weitere Kommunikation sei über Anwälte gelaufen. Sich ebenfalls der neuen Spielgemeinschaft mit Fahrenkrug, Schackendorf und Klein Rönnau anzuschließen, sei keine Option für die Eintracht gewesen. Knut Polonji: „Wir werden unsere Zukunft mit eigener Kraft auf unserer eigenen Anlage gestalten.“

Das soll demnächst auch optisch sichtbar werden, denn direkt hinter dem Eingangstor will die Eintracht einen Spielplatz anlegen, für den bereits ein Sponsor gefunden sei. Als nächstes großes Projekt sei zudem ein Zentrum für Trainer- und Schiedsrichterschulungen geplant, für das der Verein bereits zwei kostenlose Container vom Land erhalten habe. Weitere seien dem Verein bereits in Aussicht gestellt worden. Ihren Platz sollen sie auf der Fläche links vom Eingangstor finden, die der Schulverband dafür zur Verfügung stellen wolle.

Weiter teilte Polonji mit, dass es für den seit Oktober 2017 gesperrten Rasen-Trainingsplatz inzwischen ein Gutachten gebe. „Um ihn wieder bespielbar zu machen, müssen große Erdbewegungen vorgenommen werden. Wir sollten überlegen, dann gleich daraus einen Kunstrasenplatz zu machen“, sagte er.

Trotz der schwierigen Baustellen habe die Arbeit im amtierenden Vorstand Spaß gemacht, versicherten dessen Mitglieder, die in der Sitzung mit Jule Schwedtmann als Schriftführerin und Klaus Böttcher für den Bereich Hallensport zweifache Verstärkung erhalten haben. Für Überraschung sorgte die Ankündigung von Holger Tiemann, sich nach 21 Jahren Vorstandsarbeit künftig vermehrt seiner Familie widmen zu wollen. „Wir haben das Schiff wieder flott bekommen. Deshalb kann ich mit ruhigem Gewissen ausscheiden. Dieser Vorstand schafft das auch ohne mich“, sagte Tiemann, der jedes Jahr aufs Neue seine Kontakte zu Sponsoren spielen ließ.

Im Dienste des Vereins

Für ihre besonderen Leistungen wurde Elke Kistenmacher geehrt, die seit 1982 in der Leitung der Badmintonsparte aktiv ist. Der Dank der Eintracht galt auch ihrem Ehemann Hans-Jürgen Berner, der mehr als 20 Jahre lang das Badminton-Jugendtraining geleitet hat, ohne dafür einen Cent haben zu wollen. Dritter Geehrter ist Kohi Manan, der 1995 aus Afghanistan nach Segeberg kam, Schiedsrichter wurde und sich der Integration von Ausländern widmet.

Petra Dreu

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