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Segeberg Eisenbahntage: Und am Fenster rauscht die Nordbahn vorbei
Lokales Segeberg Eisenbahntage: Und am Fenster rauscht die Nordbahn vorbei
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22:05 13.08.2017
Sie sind bei der Bundespolizei für die Prävention im Bereich Bahngefahren zuständig: Michael Hiebert (l.) und Haiko Werner. Quelle: Foto: Domann

 „Wir machen das Beste aus dem Wetter“, sagt Vereinsvorsitzender Kay-Uwe Kühne. Sobald der Regen aufhöre, könnten die Attraktionen im Außenbereich genutzt werden. Zum Beispiel die Feldbahn, die etwa eine 400 Meter lange Schleife durch den Wald fährt und das Dienstfahrzeug KLV10-4001.

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Fürs Wochenende haben die Eisenbahnfreunde sich einiges einfallen lassen.

„Mit dieser Draisine ist der Hamburger Bahndirektor zu Baustellen gefahren, um sie zu inspizieren“, erklärt Kühne. Es ist ein Einzelstück, das die Eisenbahnfreunde Mittelholstein erworben haben. 1985 hatte sich der Verein gegründet, um historisch interessante Einrichtungen, Anlagen und Fahrzeuge der deutschen Eisenbahn zu erhalten. Ein Jahr später konnte der Verein den Bahnhof Kleinkummerfeld mit Grundstück und Nebengebäuden erwerben. Der ehemalige Bahnhof ist zum Museum geworden, zusätzlich geben sechs Waggons Einblicke in die Eisenbahngeschichte des vergangenen Jahrhunderts. „Außerdem haben wir immer Gäste und einen Flohmarkt zu unseren Eisenbahntagen“, erzählt Kühne, der auch Gründungsmitglied ist. Der Modelleisenbahn Club Kölln Reisiek mit verschiedenen N-Spur-Modulen und die Bundespolizei stellen sich vor.

Der Blick fällt sofort auf ein Autowrack, das mit einer Bahn kollidierte, die Insassen konnten gerettet werden. „Beinahe-Zusammenstöße gibt es tagtäglich“, sagt Michael Hiebert von der Bundespolizeiinspektion Kiel. Auch die Burgfeldstraße in Bad Segeberg habe Gefahrenpotential, denn die Verkehrsampel zeige auch grün an, wenn die Schranken runtergehen, so dass der Autofahrer, vom Hügel herunterkommend, die grüne Ampel sehe. Hiebert und sein Kollege Haiko Werner von der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt sind für die Prävention im Bereich Bahngefahren zuständig, Hiebert ist häufig in Schulen unterwegs. Sie klären die Besucher über die drei großen Gefahren auf: Graffiti auf Waggons und Bahnanlagen, Abkürzen über Gleise und das Klettern auf Tankwagen oder Masten, um besser die Sterne sehen zu können. Ein eindrucksvolles Modell zeigt die Wirkung eines Stromschlages, wenn man zu nahe (1,5 Meter) an die 15000 Volt-Leitung kommt. Donner und Blitz, das Männchen fällt von der Leiter.

Weniger gefährlich geht’s beim MEC Kölln Reisiek zu. In einem grünen Waggon haben die Mitglieder Module aufgebaut, unterschiedliche Züge ziehen ihre Bahn. „Für mich bedeutet Modellbau, einen Teil der deutschen Geschichte darzustellen. Mit der Bahn hat die Industrialisierung angefangen“, sagt Clubmitglied Heiko Pingel.

 Silvie Domann

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