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Segeberg Elternbriefe und frühe Hilfen
Lokales Segeberg Elternbriefe und frühe Hilfen
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21:29 26.05.2016
„Wir wollen nicht kontrollieren, sondern Vertrauen aufbauen.“Dagmar Kristoffersen, Jugendamt

Nicht warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist und das Jugendamt zu harten Maßnahmen greifen muss, sondern vielleicht verunsicherten Jung-Eltern frühzeitig Unterstützung anbieten. Das ist das System von „Frühe Hilfen“ in der Kreisverwaltung. Landrat Jan Peter Schröder sagt dazu: „Wir wollen einen Kontakt zu Eltern aufbauen, um nicht zu spät helfen zu müssen.“

Erreicht werden diese frühen Hilfen in erster Linie durch zwei regelmäßige Einrichtungen: Zum einen bekommen alle Eltern, die es wollen, regelmäßig Elternbriefe. Die vom Arbeitskreis Neue Erziehung e.V. gefertigten Briefe beziehen sich auf das aktuelle Alter der Kinder, aufgeschlüsselt nach jedem Lebensmonat. Das beginnt zum Beispiel mit dem Frust, die alle noch so stolzen Eltern erleiden können, wenn das Baby Nacht für Nacht schreit und ihnen den Schlaf raubt. Soll zugefüttert werden oder nicht? Was kann das Baby bereits alles und ist es sinnvoll, dass man sich zum Spielen schon mit anderen Kleinen treffen soll? Die Elternbriefe werden den Interessenten monatlich kostenlos per Post zugeschickt.

Ebenfalls ist neu, dass junge Eltern auf Wunsch noch im Krankenhaus Besuch von Fachleuten bekommen, und zwar gilt das für die Segeberger Kliniken ebenso wie für die Paracelsusklinik in Henstedt-Ulzburg im zweiwöchigen Rhythmus. Es kommen nicht etwa Mitarbeiter des Jugendamtes, damit bei den jungen Eltern nicht der Eindruck von Kontrolle entsteht. Die Besuche werden von Fachkräften der Hilfsdienste vorgenommen – das Jugendamt finanziert und organisiert den Besuchsdienst lediglich. Bestellen können Eltern die Elternbriefe per E-Mail an willkommensbesuche@ kreis-se.de.

Zweite Neuerung ist die Internet-Plattform www.fruehe-hilfen- kreis.se.de. Am 1. Juni soll sie freigeschaltet werden. Dort gibt es unkompliziert Zugang zu allen Angeboten zur Unterstützung für Familien mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. Übersichtlich und nach Regionen aufgeschlüsselt sind Ansprechpartner und Organisationen aufgelistet. Unterteilt ist die Internet-Homepage in die Bereiche „Geburt in der Klinik“, „Beratung“ und „Elternbriefe“. Fast alle Angebote, auf die man über diese Seite zugreifen kann, sind kostenlos – mit Ausnahme der Kurse „Delfi“ und „Pekip“.

Seit zwei Jahren baut das Kreisjugendamt mit seinen Netzwerk-Partnern diesen Internetauftritt auf. „Wir wollen nicht kontrollierend sein, sondern eine Vertrautheit zu den Fachleuten aufbauen“, sagt Dagmar Kristoffersen vom Jugendamt.

ark

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