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Endlich: Ferienbetreuung für Segeberger Kinder geplant

Bad Segeberg Endlich: Ferienbetreuung für Segeberger Kinder geplant

Im Schulverband Segeberg wird über eine verlässliche Vormittagsbetreuung bis 14 Uhr während der Ferienzeiten diskutiert – Drei Wochen Sommerferien kosten 325 Euro.

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„Wenn der Bedarf da ist, könnten wir so etwas für jede Schule anbieten.“ Hans-Heinrich Jaacks

Bad Segeberg. Nicht jede Familie hat Oma und Tante in der Nähe, die Kinderbetreuung in den Ferien gewährleistet, wenn beide Eltern berufstätig sind. Nicht jede Alleinerziehende kann wochenlang Urlaub nehmen, wenn die Schule in Sommer- oder Herbstferien schließt. Manchmal werden Grundschulkinder unbeaufsichtigt vor Fernseher oder Computer „geparkt“, die Eltern gehen mit ungutem Gefühl zur Arbeit. Jetzt scheint sich eine Lösung für diese in vielen Familien belastende Situation anzubahnen. Der Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA) ist beauftragt worden, ein Konzept für die Ferienbetreuung an den Grundschulen des Schulverbandes Bad Segeberg zu konzipieren. Dieses Papier liegt jetzt den Gremien zur Beratung vor. Am Donnerstag, 22. September, wird darüber in öffentlicher Sitzung im Hauptausschuss des Schulverbandes beraten (Theodor-Storm-Schule, 17 Uhr).

Dabei ist klar, dass nicht jede Grundschule eine Ferienbetreuung anbieten kann. Ein derartiges Angebot könnte aber für die Grundschulen des Schulverbandes, Franz-Claudius-Schule, Theodor-Storm-Schule, Heinrich-Rantzau-Schule oder auch den beiden Landschulen in Warderfelde und Neuengörs, zentral organisiert werden. Und damit die Eltern für das kommende Jahr verbindlich planen können, soll schon Mitte Oktober über dieses neue Angebot informiert werden. Aber vorher muss beraten und entschieden werden. „Das wird sicher sehr konstruktiv werden“, ist sich Dirk Gosch von der Verwaltung des Schulverbandes sicher. In dem Papier vom VJKA werde eine Sozialstaffel vorgeschlagen, trotzdem gebe es auch die Vorgabe, dass sich eine Ferienbetreuung selber tragen solle, weil der Schulverband durch die Offene Ganztagsschule ohnehin schon finanziell sehr belastet sei, erklärte Gosch.

Hans-Heinrich Jaacks, stellvertretener Schulverbandsvorsteher, berichtet von immer wiederkehrenden Anfragen der Eltern. „Wir wollen den betroffenen Eltern jetzt ein festes, verlässliches Angebot machen. Wenn der Bedarf vorhanden ist, könnten wir so etwas für jede Grundschule anbieten.“ In Kindergärten gebe es ja auch Ferienbetreuung. Ziel sei es aber, dass dadurch keine Mehrkosten für den Schulverband entstehen.

Laut Jaacks könnte es bei entsprechendem Beschluss mit der Betreuung schon 2017 losgehen, die Eltern könnten es bei der Urlaubsplanung berücksichtigen, wenn sie sich verbindlich anmelden. Geplant ist eine Betreuung in den letzten drei Wochen der Sommerferien, in den kompletten Herbstferien und in einer Woche der Osterferien. Die tägliche Betreuungszeit soll von 7 bis 14 Uhr dauern. Die Mindestteilnehmerzahl für eine Gruppe sind zehn Kinder. Einkalkuliert ist auch, dass eines von zehn Kindern nur die Hälfte des Beitrages zahlen kann – als Härtefallregelung. Denn billig wird es nicht: Kalkuliert wird mit Elternbeiträgen von 325 Euro für drei Wochen Sommerferien, 220 Euro für Betreuung bei zwei Wochen Herbstferien und 115 Euro für eine Woche Osterferien. Noch ist unklar, ob die Politiker einer für den Verband teuren Sozialstaffel zustimmen werden.

Darum ist die Kasse beim Schulverband leer

300 000 Euro kostete den Schulverband im vergangenen Jahr der Betrieb der etablierten Offenen Ganztagsschule – mit Sozialstaffel – und Betreuung der Kinder in den Nachmittagsstunden. In diesem Jahr soll das Defizit bei 357 000 Euro liegen, trotz der Elternbeiträge. Aus diesem Grund tut sich der Schulverband schwer, großzügig zu sein und eine Sozialstaffel für Ferienbetreuung anzubieten. Deshalb wollen die Politiker im Schulverband das Land jetzt per Resolution auffordern, eine sogenannte „Gebundene Ganztagsschule“ im Schulverband einzurichten. Das hätte den Vorteil, dass die Kosten für die Betreuung dann vom Land und nicht mehr von den Kommunen mit ihren knappen Kassen getragen werden.

Wolfgang Glombik

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