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Segeberg Endlich wieder echten Geburtstag: „Morgen werd‘ ich 15“
Lokales Segeberg Endlich wieder echten Geburtstag: „Morgen werd‘ ich 15“
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20:16 27.02.2016
Morgen wird Michael Höpner aus Bad Segeberg 60 Jahre alt, da er aber nur alle vier Jahre feiern kann, ist es sein 15. Geburtstag. Quelle: Fotos: Hiltrop
Nein, wie ein junger Bursche sieht Michael Höpner nun wirklich nicht aus — auch wenn er sich gut gehalten hat. Dennoch begeht er morgen erst seinen 15. Geburtstag. Dem Schaltjahr sei Dank ist der am 29. Februar. Zugegeben, Höpner ist dann 60 Jahre alt, doch viele „echte“ Geburtstage wurden ihm so vorenthalten. Der 1. März hat so in der Regel zum Feiern herhalten müssen. So wie wohl auch zum Beispiel bei den 39 Kinder, die 2012 in Hamburg zur Welt kamen und die morgen ihren ersten „echten“ Geburtstag feiern können. Höpner nimmt‘s gelassen und mit Humor. Schon immer.

„Unsere Silberhochzeit hätten wir sowieso nicht erlebt.“

Torsten Bach, Bräutigam

Eigentlich sei der 17. Februar Stichtag gewesen, habe seine Mutter früher immer erzählt. Jeder Tag wäre ihr recht gewesen, bloß nicht der 29. Februar. „Die Aussicht darauf hatte ihr gar nicht gefallen“, erinnert sich Hanna Höppner an Erzählungen ihre Schwiegermutter. Als Sohnemann Michael doch ausgerechnet an diesem verflixten Tag das Licht der Welt erblickte, sei es für sie dann aber doch etwas ganz Besonderes gewesen, erinnern sich die Höpners. „So besonders, dass sie jahrelang Zeitungsartikel der Weltpresse vom 29. Februar aufbewahrt hat.“ Aufbewahrt hat Höpner die Schnipsel nicht, überhaupt sind ihm andere Dinge wichtiger als sein Geburtstag. „Ach, ich bin nicht so ein Partygänger“, sagt er. „Anderen fällt das viel mehr auf. Das Datum merkt sich jeder. Am 29. Februar rufen viele Freunde und Bekannte an, die sich sonst nicht melden, um zu gratulieren.“ Scherz und Frotzeleien hielten sich in Grenzen. Aber als junger Erwachsener kam schon mal der Spruch „Werd‘

erstmal volljährig“. Und zum 40. Geburtstag gab es eine schmucke Zehn auf der Torte. Gefeiert wird in diesem Jahr auch nicht gleich. Dafür gibt es im Sommer eine Party, denn Ehefrau Hanna wird auch 60 Jahre alt. Und so legen die beiden für 120 Jahre zusammen — oder 75 Jahre, je nach dem.

Auch Iris Kambert und Torsten Bach aus Trappenkamp stecken mitten in den Vorbereitungen für ihren ganz besonderen Tag: „Wir heiraten“, sagt Iris Kambert. Damit tun sie es zwei Paaren, die in Bad Segeberg „ja“ am 29.2. sagen, gleich. Wer jedoch glaubt, die Idee am 29. Februar seine Hochzeit zu begehen, resultiere aus dem Wunsch nach einem besonders einprägsamen Datum oder gar aus Geiz, der täuscht. „Das Datum ist witzig — und besonders“, finden die beiden.

Ausbaldowert hatten die beiden den Termin am Pool im Lanzarote-Urlaub. „Aber wir waren uns nicht sicher, ob es überhaupt möglich ist, dann zu heiraten. Schön, dass es klappt.“ Über den Scherz, dass sie wohl auf eine spätere Silberhochzeit verzichten müssten, hatte selbst die Standesbeamtin geschmunzelt. Makaber habe sie das gefunden, sagt Iris Kambert. „Unsere Silberhochzeit erlebt wir nicht, geschweige denn die Goldene — na und“, ergänzt ihr Zukünftiger. Das Paar ist in den besten Jahren. Beide haben Beziehungen hinter sich, die Kinder sind groß „und Geschenke machen wir uns wann wir wollen“, sind sie sich einig. „Aber unsere Petersilienhochzeit, können wir groß feiern“, freuen sich die beiden jetzt schon auf den 29. August 2028: „Das wir ‘ne tolle Gartenparty!“

Das Schaltjahr

365,2425 Tage lang ist ein astronomisches Jahr, denn das ist die Zeit, die die Erde braucht, um die Sonne zu umrunden. Da unser gregorianischer Kalender 365 Tage vorsieht, wird der Unterschied mit einem zusätzlichen Tag im Februar ausgeglichen. Die Ägypter kannten das Schaltjahr schon vor über 2200 Jahren. Grund für die Einführung war, dass sich die Jahreszeiten nicht verschieben sollten. Der Römische Kaiser Julius Cäsar übernahm das, als er 45 v. Ch. den julianischen Kalender einführte. Um auch den letzten Rest Ungenauigkeit zu eliminieren fällt alle 100 Jahre das Schaltjahr aus (außer alle 400 Jahre) — 2100 das nächste Mal. hil

Heike Hiltrop
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