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Segeberg Endspurt für die Sanierung der Fußgängerbrücke in Bad Segeberg
Lokales Segeberg Endspurt für die Sanierung der Fußgängerbrücke in Bad Segeberg
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20:38 01.08.2016
Mit dem Sandstrahler entfernt Betonsanierer Bernd Massow Dreck und bröselige Betonschichten von der Brücke.

Vor 50 Jahren wurde die Fußgängerbrücke über die B 206 in Bad Segeberg mit großem Brimborium eingeweiht. Jetzt ist sie seit Jahren ein Sanierungsfall.

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Mit dem Sandstrahler entfernt Betonsanierer Bernd Massow Dreck und bröselige Betonschichten von der Brücke.

Oder war. Seit gestern sind die Betonsanierer dabei, den letzten Abschnitt der Brücke instand zu setzen. Dauern sollen die Arbeiten bis voraussichtlich 5. September, die Brücke bleibt aber durchgehend begehbar.

Ein Schirm schadet in diesen Tagen aber nicht beim Passieren des Bauabschnitts zwischen den Gleisen und der Theodor-Storm-Schule. Die Arbeiter von der Norddeutschen Spritzbetongesellschaft aus Hamburg sind mit dem Sandstrahler auf dem Gerüst zugange. Staub umhüllt Betonsanierer Bernd Massow, als er den Strahler auf Höhe der Lauffläche einsetzt. Winzige Betonpartikel fliegen durch die Luft.

Mit großen Pappwänden versuchen die Arbeiter, den gröbsten Dreck von den Fußgängern abzuhalten. Der Lärm ist ohrenbetäubend. Doch eine gewisse Lärmbelästigung lasse sich nicht verhindern, teilt auch die Stadt mit.

Zwei bis drei Tage wird das Sandstrahlen dauern. Je nachdem wie dick die Schicht von Dreck und bröseligem Beton ist, sagt Meister Arnold Schmidt von der Baufirma. Danach wird die Betonkonstruktion verspachtelt, anschließend eine Beschichtung aufgetragen. „Das hält dann, so lange ich lebe“, sagt der 58-Jährige.

Zumindest für die nächsten zehn Jahre sollen dann die großen Sanierungsarbeiten an der „Beamtenlaufbahn“, wie die Brücke unter anderem in ihren Anfangstagen genannt wurde, erledigt sein, hofft Robin-Arne Otten vom städtischen Bauamt. Seit knapp zehn Jahren habe die Stadt zwischen 40000 und 50000 Euro jährlich in die Sanierung gesteckt. Viel Geld. „Aber dafür bekommt man keine neue Brücke“, so Otten. „Vielleicht ein Viertel.“

Natürlich hätte man die inzwischen aufgelaufene halbe Million Euro auch in einem Schritt in die Sanierung stecken können, doch das hätte er wohl nicht durchbekommen bei der Politik. Daher die Arbeit in Etappen. Und nach Abschluss dieser Baumaßnahme sei das Gröbste durch. „Dann fallen erst mal nur noch die geringen Unterhaltungskosten an“, hofft Otten. So solle das eigentlich mit allen Bauwerken sein. Mit der Sanierung dürfe nicht so lange gewartet werden, bis das Ergebnis der turnusmäßigen Bauwerksprüfung so schlecht ausfällt, dass ein weiterer Aufschub nicht mehr möglich ist, sagt Otten.

50 Jahre, das klingt zwar nach nicht viel – für moderne Betonbauten sei es das aber, erklärt Otten. Da müsse man sich nur die Autobahnbrücken anschauen. Die würden abgerissen, weil sie den Lasten nicht mehr gewachsen sind. Wobei die Segeberger Fußgängerbrücke natürlich nicht an Überlastung leide. „Ob zehn oder hundert Leute drüber laufen, das macht natürlich nichts.“ Aber sie sei halt auch nicht gebaut wie Brücken der alten Römer, die 1000 Jahre stehen. „Dafür sind moderne Bauten nicht ausgelegt.“ Nadine Materne

LN

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