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Segeberg Endspurt im Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters
Lokales Segeberg Endspurt im Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters
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20:14 25.10.2017
Wahlplakate mit den Konterfeis der Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl prägen aktuell das Stadtbild in Norderstedt. Quelle: Foto: Fuchs
Norderstedt

84,4 Prozent, wie sie Hans-Joachim Grote (CDU), der jetzt Innenminister in Kiel ist, vor anderthalb Jahren bei seiner dritten Wiederwahl erhielt, wird wohl keiner der acht Kandidaten erreichen.

Frühere SPD-Hochburg

Über 64000 Norderstedter sind am 5. November aufgerufen, einen Nachfolger für Hans-Joachim Grote (CDU) zu wählen. Der heutige Innenminister war 18 Jahre lang Verwaltungschef. Vor Grote leiteten ausschließlich Sozialdemokraten die Geschicke der Stadt: Horst Embacher (1970-1982), Volker Schmidt (1982-1992) sowie Wilhelm Petri. (1992-1998).

Darum rechnen alle Experten mit einer Stichwahl am Sonntag, 26. November, zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen.

Fünf Kandidaten treten auf Vorschlag einer Partei an, drei Kandidaten sind unabhängig. Die CDU hat den Unternehmensberater David Hirsch (44) aus Jena nominiert. Die SPD will mit der Juristin Elke-Christina Roeder (50) aus Neumünster erstmals seit 1992 wieder das Bürgermeisteramt erobern. Die Grünen schicken die amtierende Norderstedter Sozialdezernentin und Zweite Stadträtin Anette Reinders (61) ins Rennen. Die FDP setzt auf den Versicherungsmakler Sven Wojtkowiak (48) aus Norderstedt. Und die Wählergemeinschaft Wir in Norderstedt möchte ihren Fraktionschef Reimer Rathje (47) ins Amt hieven.

Unterschriften gesammelt haben und so zugelassen sind dazu noch Thomas Thedens (50, Freie Wähler), Christian Waldheim (44, AfD) und Jens Kahlsdorf (57, parteilos) – alle aus Norderstedt.

In drei öffentlichen Runden haben sich die acht Bewerber den Bürgern vorgestellt. Beobachter beurteilten den Schlagabtausch dort aber meist als eher zahm. In vielen Fragen vertraten die Kandidaten ziemlich gleiche oder ähnliche Ansichten. Die Verkehrsprobleme müssten endlich gelöst, das Wachstum begrenzt, mehr Wohnungen geschaffen werden.

Als Favoritinnen, in die Stichwahl zu kommen, gelten die beiden einzigen Frauen im Kandidatenfeld. Zwar sind bislang nur in zwei der zehn größten Städte in Schleswig-Holstein (Simone Lange in Flensburg und Urte Steinberg in Pinneberg) Frauen im Amt. Doch kann Anette Reinders als erfahrene Stadträtin punkten, die die Integration von 1500 Flüchtlingen nach Meinung vieler Norderstedter sehr gut gemanagt hat. Und Elke Christina Roeder war schon einmal (bis 2014) hauptamtliche Bürgermeisterin von Bad Pyrmont mit etwa 21000 Einwohnern. Zudem liegt Roeder mit 530 Abonnenten ihrer Facebook-Seite auch bei den sozialen Medien vorn, vor Wojtkowiak (180), Reinders (145), Hirsch (111) und Rathje (65 Freunde).

Burkhard Fuchs

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