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Segeberg Erdkabel: Mindestabstand ist entscheidend
Lokales Segeberg Erdkabel: Mindestabstand ist entscheidend
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21:13 18.03.2016

Im Jahr 2021 soll die 380-kV-Ostküstenleitung den Strom durch den Kreis Segeberg transportieren. Dabei könnten auch einige Kilometer Erdkabel verlegt werden.

„Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist ein Erdkabel sinnvoll.“„Dr. Markus Hirschfeld, Referatsleiter

Denn laut Bundesbedarfsplangesetz hat sich die Bundesregierung für fünf weitere Pilotprojekte „Drehstrom-Erdkabel“ entschieden. 30 Kilometer Erdkabel, verteilt auf das gesamte Bundesgebiet, sollen so Erfahrungen zu dieser Art Stromtransport liefern, um damit Erdkabel vielleicht einmal zur „Stand der Technik“- Methode werden zu lassen. Während einer Bürgerdialogveranstaltung in Itzstedt berichteten Vertreter des Energiewendeministeriums Schleswig-Holstein und des Netzbetreibers Tennet über den aktuellen Planungsstand. Nadine Bethge von der Deutschen Umwelthilfe moderierte die Veranstaltung.

Dr. Markus Hirschfeld, Referatsleiter für Energiepolitik, erläuterte kurz die Kriterien für den Vorzug des Erdkabels gegenüber einer Freileitung. Kann zum Beispiel der Mindestabstand von 200 beziehungsweise 400 Metern gegenüber Wohngebäuden nicht eingehalten werden, ist die Nutzung eines Erdkabels sinnvoll. Für den Bereich Henstedt-Ulzburg bis Lübeck wurden fünf Prüfbereiche festgestellt, die ein Großteil der Kriterien für einen Erdkabelgebrauch erfüllen: Henstedt-Ulzburg, Henstedt Maschloh, Kisdorfer Wohld, Oering und Borstel (die LN berichteten).

Steffi Werhahn vom BHF-Landschaftsarchitekturbüro stellte diese Bereiche ausführlich dar. So variieren zum Beispiel die Anzahl der betroffenen Häuser von zwölf in Borstel bis 460 in Henstedt-Ulzburg. Die Mindestabstandsgrenze zu Wohngebäuden liegt zwischen null und 130 Metern. „Ein Erdkabel wird also eher in Henstedt-Ulzburg und/oder Kisdorfer Wohld gelegt werden. Doch nun werden erst einmal die technischen Voraussetzungen überprüft“, so Werhahn.

Tennet-Projektleiter Till Klages ging auf das Kabel und die nötigen Bauarbeiten ein. Zwölf Kupferkabel mit einem Querschnitt von je 14,5 Zentimetern werden in den Erdboden eingebracht. Ein Graben pro Kabel hat die Breite von neun Metern, während der Verlegung ist eine Arbeitsbreite von knapp 50 Metern nötig. Eine Kabeltrommel wiegt 40 bis 50 Tonnen und liefert Kabel für eine maximale Länge von 1000 Metern. Gerhard Brors aus Oering nutzte die Chance, um auf das Problem der Oeringer Klärteiche hinzuweisen. Über die wird die neue Stromleitung gespannt werden. Die Gemeinde befürchtet Mehrkosten bei der Entschlammung, wenn anderen Maschinen eingesetzt werden müssen. Klages erklärte, dass die Kosten der Gemeinde niedriger wären, als die für Tennet, wenn um die Teiche herumgeplant werden müsse. Da keine Einigung ersichtlich war, vermittelte Hirschfeld und riet zu einem Gespräch zwischen Gemeinde, Tennet und dem bisherigen Entschlammungsdienstleister.

Die Ergebnisse über mögliche Teilstücke mit Erdkabel werden auf einer Abschlussveranstaltung am 2. Juni ab 18 Uhr in der Festhalle in Bad Oldesloe präsentiert.

Von sd

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