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Segeberg Erfolgsstory Levo-Park: 50 Firmen sind schon da
Lokales Segeberg Erfolgsstory Levo-Park: 50 Firmen sind schon da
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02:15 31.08.2013
Von Metallzäunen über Gartentore, mit unterschiedlichen Materialien gefüllte Gambionen, Fahrradständer in allen Variationen bis hin zur Vermietung von Bauzäunen reicht die Angebotspalette des stetig wachsenden Unternehmens „Draht Dräger“ mit seiner Eigenmarke „Zaun-Planet“. Am 1. Januar 2013 zog Susanne Witthohn mit einem Teil der Firma von Kiel nach Bad Segeberg. Jetzt soll der Betrieb im Levo-Park erweitert werden.

Von bürokratischen Hürden zu reden, die man Ulf Wachholtz, Investor auf dem alten Bad Segeberger Kasernengelände, in den Weg stellt, wäre übertrieben. Aber es gibt einige politische wie verwaltungsrechtliche Vorbehalte gegen Details im „Levo-Park“ — zum Beispiel das Verdikt, dort keinen Supermarkt zu dulden. Trotzdem blüht und gedeiht das 35 Hektar große Gewerbegelände: Etwa 50 Firmen sind nach Wachholtz‘ Aussage dort bereits angesiedelt, und bald können es noch viel mehr sein — vor allem Kleinstbetriebe von Existenzgründern. Außerdem findet im Levo-Park am Donnerstag, 26. September, der erste „Segeberger Wirtschaftstag“ statt.

Für den Veranstalter des Wirtschaftstages, die Fördergesellschaft Wirtschaft für den Kreis Segeberg (WKS), ist diese Ortswahl ein mutiger Schritt; denn die Infrastruktur des gesamten Parks stimmt natürlich noch nicht. Sogar das Kaffeewasser muss herangeschafft werden, damit die alte, noch gute Mannschaftsmesse den Gästen ein Mindestmaß an Komfort bietet. Der Wirtschaftstag steht jedem Interessierten offen, allerdings sollte man sich unter der Telefonnummer 0 45 51/ 90 86 220 anmelden.

„Es ist gerade der Reiz, beim ersten Abend der neuen Reihe ,Wirtschaftstage‘ ein Gebiet vorzustellen, dass noch in der Entstehung ist“, sagt WKS-Geschäftsführer Ulrich Graumann. In den Folgejahren würden die Wirtschaftstage dann umschichtig durch den ganzen Kreis wandern. Wenn baurechtlich alles geklärt ist, so Levo-Park-Investor Wachholtz, rechne man bereits ab 2014 mit einem großen Run auf das Gelände, vom kleinen Taxiunternehmen oder der Werkstatt bis hin zum großen Logistiker. „Wir müssen nur klarstellen“, so Wachholtz, „dass wir hier kein reines Gewerbegebiet bauen, wo abends ab 18 Uhr die Lichter ausgehen.“ Es würden durchaus auch Logistik-Unternehmen angesiedelt, die rund um die Uhr arbeiten.

Vom Zuschnitt der alten Unterkünfte für die Soldaten könnte der Levo-Park vor allem für Existenzgründer interessant werden. „Gewerbegebiete von 250 oder 350 Quadratmetern haben wir in Bad Segeberg noch genug“, sagt WKS-Chef Graumann. „Woran es bislang haperte, sind kleine Büroflächen um die 35 Quadratmeter. Und genau hier stößt der Levo-Park in eine Marktlücke.“ Bei günstiger Miete werden Büros zwischen 26 und 93 Quadratmetern vorgehalten, wobei es kein Problem ist, an Ort und Stelle zu wachsen, wenn das Unternehmen es verlangt. Wachholtz: „Dann wird eben das Nebenbüro noch hinzugemietet — bis hin zu einem ganzen Flur.“ Als erste Unternehmen für die Bürotrakte werden ab Oktober ein IT-Anbieter, der seinen Firmensitz von Mitteldeutschland nach Bad Segeberg verlegt, sowie eine Marketingagentur erwartet.

Für den Wirtschaftstag am 26. September, der um 16 Uhr mit einem „Get together“ beginnt, hat die WKS den renommierten Hamburger Wirtschaftsexperten Professor Dr. Thomas Straubhaar eingeladen.

WKS-Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Jorkisch: „Der anerkannte Fachmann wird die weltwirtschaftliche Entwicklung auf den regionalen Markt herunterbrechen und unsere Chancen und Risiken darstellen.“

Bei der jährlich wiederkehrenden Veranstaltung gelte es, nicht nur Gespräche zwischen den Unternehmern in Gang zu setzen, sondern auch eine Ideenschmiede zwischen Wirtschaftsförderern, Unternehmen, Politik und Verwaltung zu fungieren. Jorkisch: „Wir müssen — bei aller Klagen zum Beispiel über den schleppenden Weiterbau der A 20 — auch einmal das Positive darstellen: Wir haben gute Autobahnanbindungen und halten im Raum Segeberg eine gesunde Infrastruktur vor. Es ist doch auch kein Zufall, dass der Kreis Segeberg mit einem Zensus-Plus von 23 Prozent seit 1987 der am kräftigsten prosperierende Kreis im ganzen Land ist.“

Was Investor Wachholtz angeht, ist auch der gewünschte Supermarkt längst noch nicht aus der Diskussion: „Wenn hier einesTages 800 Menschen in unserer parkähnlichen Landschaft arbeiten, dann müssen diese Arbeitnehmer auch eine angemessene Nahversorgung vorfinden.“ So lange man aber nicht genau wisse, was man vermitteln darf und anbieten könne, mache es auch keinen Sinn, die Flächen in großem Stil zu offerieren.

Ausgewiesener Experte beim Wirtschaftstag
Professor Dr. Thomas Straubhaar wurde am 2. August 1957 in Unterseen (Schweiz) geboren. Sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Bern ( Nebenfächer: Operations Research, Mathematik) schloss er 1981 mit dem Diplom (Lic.rer.pol.) ab. 1983 erfolgte die Promotion zum Dr.rer.pol. an der Universität Bern. Im Jahr 1998 wurde Straubhaar Direktor des Instituts für Integrationsforschung des Europa-Kollegs Hamburg — eine Funktion, die er bis heute inne hat. Seit 1999 ist Straubhaar Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA), das jetzt Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) heißt.

In Bad Segeberg will der Pro-

fessor am 26. September zum

Thema „Die Metropolregion im Spannungsfeld weltwirtschaftlicher Aspekte“ sprechen. ark

Lothar Hermann Kullack

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