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Segeberg Erlebniswald Trappenkamp schreibt weiter an Erfolgsstory
Lokales Segeberg Erlebniswald Trappenkamp schreibt weiter an Erfolgsstory
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21:29 28.01.2016
Die Falknerei im Erlebniswald von Dietmar Damm, hier mit Uhu „Odys“, konnte seine Besucherzahl im Jahr 2015 auf 49000 Gäste steigern.

Eine blitzblanke Jahresstatistik hat der Erlebniswald Trappenkamp gestern vorgelegt. Steigende Besucherzahlen, neue Angebote für die Gäste, Investitionen in die Zukunft: Das alles konnten der Leiter der Einrichtung, Stephan Mense, und der Abteilungsleiter für Personal und nachhaltige Entwicklung bei den Landesforsten, Peter Knierim, verkünden. Da die Waldpädagogik im Erlebniswald eine wichtige Rolle spielt, kann sich Menses Team über einen Landeszuschuss in Höhe von 600000 Euro freuen.

Das ist fast die Hälfte der Zuschüsse, die die Landesforsten insgesamt für Waldpädagogik erhalten. Das dokumentiere, dass dem Land die Arbeit der Trappenkamper wichtig sei, freut sich Mense. Und dass den Bürgern gut gefällt, was im Erlebniswald geboten wird, beweisen die Besucherzahlen: 2014 kamen 131000, 2015 waren es 147000. Viele erfreuten sich einfach an der schönen Natur, an der Tierwelt und den Spiel- und Lernmöglichkeiten im Erlebniswald. Doch insgesamt 14000 Menschen haben sich viel intensiver auf das Thema Waldpädagogik eingelassen. Wie Mense erklärte, haben sie an einem Ferienprogramm, an Jugendwaldspielen, an einwöchigen Aufenthalten in den Jugendwaldheimen Hartenholm und Süderlügum, an Kooperationen mit Schulen, an Fortbildungsveranstaltungen oder an Aktionen in einer der 30 Förstereien eingelassen. „Spaß ist das eine“, so Mense, „Waldpädagogik ist das andere“.

Letztere soll auch im Erlebniswald weiter verbessert werden. „Wir bauen das Holzspielland völlig um“, kündigte er an. Es stammt aus den 80er Jahren und sei „in die Jahre gekommen“. Vor allem energetisch liege manches im Argen. „Der Klassiker für Kinder bis zu sechs Jahren“ werde komplett erneuert. 500000 Euro, davon 200000 aus europäischen Töpfen, würden verbaut. „Neues Dach, neue Fenster, eine neue Inneneinrichtung, mehr Kletterelemente sollen geschaffen werden. Das Ergebnis wird dann ,Fantasiewelt Wald‘ heißen“, so Mense. Zwischen Mai und Oktober wird dieser Bereich daher geschlossen. Eine nette Geste: „Die Inneneinrichtung spenden wir einer Kita.“ Bewerbungen nimmt Mense ab sofort entgegen.

„Der Erlebniswald ist unser Leuchtturmobjekt“, stellte Knierim fest. Doch auch der Team-Tower und die Falknerei Damm, die sich ebenfalls steigender Besucherzahlen erfreut, seien echte „Zugpferde“. Um die Waldpädagogik weiter voranzutreiben und noch mehr Gäste anzusprechen, plane man 2016 die Erneuerung des Ringwalles, des Ziegengeheges und einiger Grillanlagen.

Der Wald als Lernort
Waldpädagogik wird bei den schleswig-holsteinischen Landesforsten, die etwa ein Drittel der 173000 Hektar Wald im Land betreuen, groß geschrieben. Geleistet wird sie vor allem im Erlebniswald Trappenkamp und den Waldjugendheimen Hartenholm und Süderlügum. 15 Mitarbeiter sind allein in diesem Bereich tätig. Hinzu kommen weitere 16, die teilweise in Bildungsprojekte eingebunden sind. Auch die 30 Förstereien haben 1125 Menschen bei waldpädagogischen Maßnahmen begleitet. Insgesamt haben 2015 die Landesforsten 13661 Menschen mit Bildungsangeboten erreicht.

Christian Spreer

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