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Erster Spatenstich fürs „Kieler Modell“

Bad Segeberg Erster Spatenstich fürs „Kieler Modell“

Pilotprojekt wird in Bad Segeberg für 2,1 Millionen realisiert: Erst wohnen dort Flüchtlinge und später Senioren.

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Starteten gemeinsam das Projekt (v.l.): Dr. Maik Krüger (Innenministerium), Bernd Hentschel, Helmut Knüpp (beide Wankendorfer), Bürgermeister Dieter Schönfeld, Dr. Michael Adamska (Investitionsbank) und Andreas Breitner (Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen).

Bad Segeberg. Premiere in Bad Segeberg: Hier wird ein Wohnbauprojekt nach dem „Kieler Modell“ verwirklicht — das erste in Schleswig-Holstein. Gestern wurde der erste Spatenstich für das 2,1-Millionen-Euro-Projekt in der Theodor-Storm-Straße vorgenommen. Zunächst sollen dort Flüchtlinge untergebracht und später sollen die 15 Wohnungen von Senioren genutzt werden.

LN-Bild

Pilotprojekt wird in Bad Segeberg für 2,1 Millionen realisiert: Erst wohnen dort Flüchtlinge und später Senioren.

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Bauherr ist die Wankendorfer Gesellschaft für kommunale Stadtentwicklung.

Helmut Knüpp, Vorstand der Wankendorfer, bezeichnete das Projekt als „wichtige Baumaßnahme für Schleswig-Holstein“. Nach einer Idee der Arbeitsgemeinschaft für zeitgenössisches Bauen, des Innenministeriums und der Investitionsbank würden hier zwei miteinander verbundene Häuser mit 788 Quadratmeter Gesamtfläche in konventioneller Weise errichtet, um Flüchtlingen (Einzelpersonen und Familien) eine angemessene Unterkunft zu bieten. 56 Menschen könnten in den 15 Ein- und Zweizimmerwohnungen leben. „Und nicht in Containern, Nissenhütten oder Bretterbuden“, betonte Knüpp. „Wir wollen hier etwas schaffen, das nachhaltig ist und für das man sich später nicht schämen muss.“

Die Wankendorfer hat Erfahrungen mit der Unterbringung von Flüchtlingen. In 400 ihrer Wohnungen lebten bereits rund 1000 Asylsuchende, „die Störquote dort sei gering“, sagte Knüpp. Der Neubau in Bad Segeberg soll schon im November bezogen werden können. Weitere Objekte dieser Art will die Baugenossenschaft in Bad Bramstedt, Lütjenburg und Preetz realisieren. Der Vorteil: „Wir bauen hier einen Haustyp, der die Standards des sozialen Wohnungsbaus erfüllt und der sich immer dem innerstädtischen Kontext anpasst.“ Der Clou: Das Land fördert das Vorhaben massiv. Die Wankendorfer bringe das Grundstück und die Erschließung ein, sagte Knüpp.

Da man keine Ghettos schaffen wolle, würden „Nachverdichtungsgrundstücke in stabilen Wohnquartieren“ bebaut. Das diene der Integration der Flüchtlinge. Das Konzept sieht zwei Nutzungsphasen vor: Sind die Flüchtlinge — man geht erst einmal von fünf Jahren aus — ausgezogen, können Senioren die Wohnungen nutzen. Daher würden sie gleich barrierefrei angelegt. Später sollen die ursprünglich eher schlicht ausgestatteten Wohnungen aufgewertet werden, zum Beispiel durch Balkone und Fahrstühle. Die Umbaukosten sind bereits kalkuliert: 256000 Euro. Während die Stadt das Gebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern pachtet, übernimmt die Wankendorfer es danach und baut es um. Die Kaltmiete für Senioren soll bei 5,65 Euro je Quadratmeter liegen.

Hier können Sie helfen

Wer sich für Flüchtlinge engagieren möchte, aber nicht weiß wie, kann sich an Leeza Lorenz wenden. Sie ist Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche beim Kreis Segeberg, hat Kontakt zu gut 300 Flüchtlingshelfern in mehreren Helferkreisen und kann weitere Kontakte vermitteln. Zu erreichen ist Lorenz unter ☎ 04551/951762 oder per E-Mail:

Leeza.Lorenz@kreis-se.de

Weitere Kontakte:

Wahlstedt: E-Mail: fluechtlinge@wahlstedt.de

Trappenkamp : Harald Krille, ☎ 04323/91 4116

Amt Itzstedt: Silke Telemann, ☎ 04535/509-174.

Amt Leezen: Holger Pirdzuhn, ☎ 04552/997727.

Verein „Alleineinboot“: E-Mail info@alleineinboot.com;

DRK-Kreisverband Segeberg, Telefon 04551/99211, info@drk-segeberg.de

Technisches Hilfswerk (THW) , Ortsverband Bad Segeberg, Tel.: 0174/ 4119965, E-Mail info@thw-se.de

Von Christian Spreer

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