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Segeberg Erzieherin kehrt als Leiterin zurück in die „Sonnenblume“
Lokales Segeberg Erzieherin kehrt als Leiterin zurück in die „Sonnenblume“
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20:18 17.08.2015
Susan Nüsken hat zum 1. August die Leitung der Kindertagesstätte „Sonnenblume“ in Todesfelde übernommen. Quelle: Domann

Die letzten Möbel sind gerade aufgebaut, Gardinen fehlen noch und auch der Inhalt diverser Kartons muss noch eingeräumt werden. „Ich hoffe, in den kommenden Wochen wird endlich Ruhe bei uns einkehren“, sagt Susan Nüsken. Sie ist die neue Leiterin der evangelischen Kita „Sonnenblume“ in Todesfelde. Die letzten Monate seien etwas hektisch gewesen. Zum einen wegen des Anbaus an die Krippe und der vorübergehenden Unterbringung im inzwischen abgerissenen Pastorat, zum anderen wegen der fehlende Leitung, so dass sich die zwei Erzieherinnen die Aufgabe kommissarisch geteilt hatten.

„Meine Kolleginnen waren echt gebeutelt, ich werde nun Strukturen schaffen“, sagt die 47-jährige Erzieherin. Die vergangenen fünf Jahre hat sie den Fahrenkruger Kindergarten geleitet. „Ich wollte zurück nach Hause, es hat mich gereizt, hier zu arbeiten“, sagt Susan Nüsken und lächelt. Sie wohnt in Schafhaus, hat von 2000 bis 2006 bereits in der Kita „Sonnenblume“ gearbeitet. Als Schwangerschaftsvertretung war sie hier tätig; als alle wieder da waren und eine Gruppe aufgelöst wurde, musste sie sich nach einer neuen Stelle umsehen.

Die fand sie in Wahlstedt, wo sie in den drei kirchlichen Kindertagesstätten arbeitete, bis ihr die Leitung in Fahrenkrug angeboten wurde. Eine Leitungsfunktion ist also nichts Neues für Susan Nüsken. „Nur die Menschen sind neu. Meine Kollegen haben mich super empfangen, die Eltern auch, und die Kinder sind toll“, sagt sie und freut sich auf die gemeinsame Zeit. Sie sei zufrieden mit dem, was sie vorgefunden habe, so dass Nichts verändert werden müsse.

„Allerdings will ich an der Qualitätsentwicklung arbeiten“, betont sie. Auch für die „Sonnenblume“ möchte Nüsken das evangelische Gütesiegel für Kindertagesstätten haben. „Nach den Standards wird hier schon lange gearbeitet, es fehlen nur ein paar Kleinigkeiten.“ So wird gerade die Krippenkonzeption überarbeitet. Ein Beschwerdemanagement für Kinder und die Partizipation der Kleinen sollen aufgenommen werden.

So plant die Leiterin einmal in der Woche einen Morgenkreis, um mit den Kindern zu besprechen, was gefällt und was nicht. Lachende und grimmige Smileys können die Kinder verteilen. Darüber wird diskutiert. „Die Kinder lernen, dass sie wahrgenommen werden, dass ihre Meinung zählt und sie damit etwas verändern können.“ Auch in die Projektentwicklung sind die Kinder eingebunden. Da Susan Nüsken gern in der Natur ist, will sie diese den Kindern näherbringen. So möchte sie Waldwochen einführen. Die Natur anschauen, klettern, basteln, bauen, einen Förster treffen sind Aktionen, die sie sich vorstellen kann.

Derzeit werden 44 Kinder in drei Gruppen von sieben Mitarbeiterinnen betreut. Es gibt eine Krippen-, eine Familien- und eine Elementargruppe, die Susan Nüsken leitet. Da in der Familiengruppe im Augenblick eher zwei- bis vierjährige Kinder betreut werden, wünscht sich die Leiterin ein paar ältere Kinder in dieser Gruppe. „Sinn einer Familiengruppe ist es, dass Jüngere von Älteren lernen und die Älteren Verantwortung übernehmen“, erklärt Susan Nüsken. Das sei im Augenblick ein wenig schwierig. So will sie daran arbeiten, dass angehende Schulkinder in der Familiengruppe nachwachsen.

Die Kita „Sonnenblume" ist von 7 bis 17 Uhr geöffnet, Regelzeit ist von 7.30 bis 12.30 Uhr. Es gibt noch einen freien Platz in der Elementargruppe. Infos ☎ 0

4558/ 999820.

„Die Kinder lernen, dass sie wahrgenommen werden“.


Susan Nüsken

Silvie Domann

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