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Es bleibt dabei: Bornhöveder Polizei geht nach Trappenkamp

Bornhöved Es bleibt dabei: Bornhöveder Polizei geht nach Trappenkamp

Vor 120 Zuhörern erläuterten Innenminister Andreas Breitner und Bad Segebergs Polizeiführung gestern die Zusammenlegung der beiden Polizeistationen.

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Marion Schneider war Mitinitiatorin der Unterschriftenaktion zum Erhalt der Polizeistation in Bornhöved und organisierte das Gespräch mit Breitner in Bornhöved. Sie hofft, dass die Verlegung der Station kein Vakuum im gesellschaftlichen Geflecht des Ortes hinterlässt.

Quelle: Fotos: Materne

Bornhöved. Auch 1500 Unterschriften für den Erhalt der Bornhöveder Polizeistation ändern nichts an deren Zusammenlegung mit der in Trappenkamp. Daran ließ Innenminister Andreas Breitner (SPD) gestern keinen Zweifel, als er sich den 120, zum Teil sehr besorgten, Bornhöveder Bürgern stellte.

„Es sind nicht die Räume, die eine Polizei ausmachen“, sagte Breitner mehr als einmal. Im Jahr 2013 habe der Respekt gegenüber Polizeibeamten abgenommen, auch im ländlichen Raum, darauf müsse man reagieren. Die Eigensicherung der Polizeibeamten spiele heute eine wichtige Rolle. „Wir können die Polizeibeamten nicht mehr allein in den Einsatz schicken“, so Breitner. Wichtig sei vielmehr das Streifenkonzept, das sicherstellen solle, dass die Polizei im Notfall innerhalb von zehn Minuten vor Ort sei. Hier erntete der Innenminister Gelächter. Auch Mitglieder der Feuerwehr Bornhöved übten Kritik. Schon jetzt müsse man teilweise sehr lange auf die Polizei warten, merkte die Wehrführung an. Hier verwies Breitner auf den echten Notfall, im übrigen wüsste er diese Problematik lieber im kleineren Rahmen zwischen Polizei und Feuerwehr geklärt.

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„Wir werden auch weiterhin Streife in Bornhöved fahren.“ Torsten Bohlmann, Stationsleiter in Trappenkamp

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Die Idee der kleinen Polizeistationen sei 100 Jahre alt, betonte Frank Matthiesen, seit einigen Wochen stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg und neuer Leiter des Führungsstabs (wir berichteten). Er sei „unbelastet“ in der Entscheidung der Zusammenlegung, hätte es aber wohl genauso gemacht. Sie sei fachlich begründet. „Wir reden nicht über eine Schließung.“ Kein Beamter werde eingespart. Die bisherige Arbeit werde schlicht von dort aus erledigt. Er könne zwar den Zorn der Bornhöveder über die Verlegung nach Trappenkamp verstehen, aber Bornhöved sei nicht das Unterzentrum. Trappenkamp habe 1000 Einwohner mehr, zwei Drittel der Einsätze der Beamten der betreffenden Stationen seien in Trappenkamp angesiedelt. Dort gebe es 25 Prozent mehr Straftaten als im „schönen, sicheren Bornhöved“. Im umgekehrten Fall hätte er vor 120 Trappenkampern arge Probleme, eine Verlegung nach Bornhöved zu begründen.

Einwohnerin Katja Bieschke äußerte Bedenken über die zukünftige Präsenz der Polizei in Bornhöved. Trappenkamps Stationsleiter Torsten Bohlmann versuchte zu beruhigen, die Polizei sei weiterhin für den ganzen Bereich zuständig, auch Tarbek oder Stocksee. Natürlich werde es weiterhin Streifen in Bornhöved geben. Gemeindevertreter Norbert von der Stein mahnte, dass gerade ältere Menschen sich in Zukunft wohl scheuen würden, Anzeigen aufzugeben. Hier riet Bohlmann, den Polizeinotruf 110 zu wählen, das sei immer möglich. Auch sei es kein Problem, zu den Betroffenen zu fahren.

90 Minuten lang nahmen sich Breitner und die Beamten Zeit. Mitinitiatorin Marion Schneider war am Ende zufrieden. Polizei und Innenministerium nähmen die Sorgen ernst. Sie hofft, dass sich mit dem Umzug der Station wirklich nichts ändert. Und wenn doch, können sich die Bornhöveder persönlich bei Breitner beschweren: Vor allen Leuten nahm Schneider ihm das Versprechen ab, ein Jahr nach der Zusammenlegung wieder nach Bornhöved zu kommen.

Nadine Materne

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