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Segeberg Experten kämpfen gegen die Sucht
Lokales Segeberg Experten kämpfen gegen die Sucht
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23:21 06.11.2013

Kinder stark zu machen, so stark, dass sie nein sagen können, wenn Alkohol, Medikamente und illegale Drogen zu einer Gefahr werden. Das jedoch ist leichter gesagt als getan, denn in manchen Cliquen vergeht kaum ein Wochenende, ohne dass sich Teenager, die gerade erst dem Kindesalter entwachsen sind, im Kreise Gleichaltriger ins Koma saufen und im Krankenhaus statt im eigenen Bett aufwachen. Aber es sind nicht immer verbotene Substanzen, die Jugendliche nicht mehr los lassen, sondern häufig vielmehr die nicht mehr wegzudenkenden neuen Medien, die den Nachwuchs packen und nicht mehr loslassen. Wie das aussieht und wie Eltern und Fachleute dem begegnen können, erfuhren gestern 100 Teilnehmer, die allesamt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, im 7. Workshop für Kinder- und Jugendgesundheit. Den hatte das Regionalmanagement „MedComm“ für den Kreis Segeberg in der Jugendakademie organisiert.

„Die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist eigentlich eine Aufgabe der Eltern. Aber sie wird immer mehr zu einer öffentlichen Aufgabe“, sagte die Leiterin des Segeberger Gesundheitsamtes Dr.

Sylvia Hakimpour-Zern bei der Begrüßung der Workshop-Teilnehmer, die nicht nur aus dem Kreis Segeberg kamen. „Sogar aus Mecklenburg-Vorpommern hatten wir Anmeldungen“, verriet die Ärztin. Ihre Berufskollegen, aber auch Lehrer, Erzieher, Sozialpädagogen und Arzthelferinnen waren gekommen, um Neues zur psychosozialen Gesundheit, dem Suchtverhalten von Kindern und Jugendlichen und dem Umgang mit hochbegabten Kindern zu erfahren.

Die Liste der Referenten wies klangvolle Namen auf: So ist Professor Rainer Thomasius ärztlicher Leiter des deutschen Zentrums für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Die Suchtprävention ist sein wichtigstes Anliegen.

Henning Fietze vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein widmete sich dem Umgang von Kindern und Jugendlichen mit neuen Medien. Er hatte für die Workshop-Teilnehmer einen ganzen Park an Computern aufgebaut um ihnen zeigen zu können, was Kinder am liebsten spielen, und wie die negativen Folgen aussehen, wenn es nur noch einen „An-“, aber keinen „Aus-Schalter“ mehr gibt.

Dem Umgang mit einem hochbegabten Kind widmete sich Andrea Momme, die die Teilnehmer dafür sensibilisierte, ein hochbegabtes Kind überhaupt erst erkennen und anschließend fördern zu können. Nicht immer sind Kinder, bei denen eine überdurchschnittliche Intelligenz festgestellt wurde, automatisch auch gute Schüler. Vielmehr müssen auch hochbegabte Kinder im Laufe ihres Schülerlebens erst das Lernen lernen. In separaten Workshops konnten die Teilnehmer das Gehörte weiter vertiefen.

Petra Dreu

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