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Segeberg FDP fordert Melde-App gegen Vandalismus an Schulen
Lokales Segeberg FDP fordert Melde-App gegen Vandalismus an Schulen
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22:22 27.08.2018
Bad Segeberg

Da sind nur drei Punkte eines Katalogs, mit dem die FDP die Stadtvertretung überzeugen möchte. Am Dienstag, 4. September, 18.30 Uhr, soll das Thema öffentlich im Ausschuss für Soziales, Schule und Kultur beraten werden. In dem Antrag geht es um die Einrichtung einer „Mängelmelder-App“, über die man Schäden direkt an den Fachbereich der Stadt Bad Segeberg weiterleiten kann. Auch das Aufstellen von Schildern mit QR-Codes zur Meldung von Schäden an Polizei und Stadt solle geprüft werden.

Die FDP möchte mit diesem Vorstoß vor allem die in ihren Augen „unsinnige Diskussion“ über einen Zaun an der Dahlmannschule beenden. Die Errichtung eines Zaunes zum Marktplatz hin wurde, wie berichtet, auch mit der Schulleiterin und den Schülern heiß diskutiert. Für eine derartige Abriegelung mehr als 20 000 Euro bereitzustellen, sei überflüssig, heißt es von den Liberalen.

Stattdessen setzt die FDP auf eine Mängelmelder-App. Beispiel Dahlmannschule: Mindestens eines der Schilder, das Unbefugte davor warnt, das Schulgelände zu betreten, ist gestohlen worden. So geht es:

Mit Handy wird der leere Pfahl fotografiert. In der Mängelmelder-App gibt der Nutzer seine Daten an und beschreibt den Schaden. Das Foto wird übermittelt. Anschließend werden der Verwaltung die GPS-Koordinaten des Standorts gesandt. Der App-Nutzer erhält nach der Mangel-Meldung sofort eine Bestätigung.

Missstände könnten so durch Bürger sofort dokumentiert werden. Gleichzeitig erfährt die Verwaltung schnellstmöglich von ungesicherten Straßenschäden, defekter Straßenbeleuchtung, beschädigten Spielgeräten oder illegal abgeladenem Abfall, teilt die FDP-Fraktionsvorsitzende Anna-Patricia Thomsen mit. Schäden und Mängel könnten digital erfasst, aufgelistet und am Ende eines jeden Jahres der Stadtvertretung vorgelegt werden.

Durch die Einrichtung der App entstünden einmalig Kosten in Höhe von 1 000 bis 1500 Euro, teilt die FDP mit. Es würde aber auch Geld eingespart. Denn der Bauhof hätte an vielen Stellen (verunreinigte Spielplätze, illegale Müllablagen) weniger Kontrollarbeit. Die avisierten 20000 Euro für den Dahlmannschulen-Zaun „würden sich erübrigen und die gesamte Stadt sicherer, schöner, effizienter, digitaler und bürgerfreundlicher machen“.

Die FDP möchte auch ein finanzielles Belohnungssystem an der Dahlmannschule und an anderen Schulen in Bad Segeberg einführen, und zwar eines nach dem „Schenefelder Prinzip“. Die Stadt Schenefeld aus dem Kreis Pinneberg habe ein Belohnungs- und Anreizsystem erfunden, mit dem die betroffene Schule selbstständig den Vandalismus in den Griff bekommen soll. Es ist im Prinzip ein Anreiz, eine Aufforderung, nicht wegzuschauen, sondern einzuschreiten. Schaffen die Schulen es zum Beispiel, jedes Jahr 25 Prozent der Vandalismusschäden zu reduzieren, dürfen sie die Hälfte des ersparten Geldes behalten – um die Schule zu verschönern oder das Geld in Projekte zu stecken.

Von Wolfgang Glombik

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