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Segeberg Fällt Saison für Segebergs Freibäder ins Wasser?
Lokales Segeberg Fällt Saison für Segebergs Freibäder ins Wasser?
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23:11 07.08.2017
Im Ihlseebad drängen sich die Besucher. Dieser Anblick war in diesem Sommer bisher die Ausnahme. Quelle: Fotos: Materne/hiltrop*
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Bad Segeberg/Wahlstedt
Wegen des unbeständigen Wetters bleiben Gäste selbst bei Sonne weg.

Letzten Sonntag zum Beispiel: „Da hatten wir tolles Wetter, aber im Bad waren vielleicht 50 bis 60 Leute“, sagt Rüdiger Ostwald, Leiter des Ihlseebades in Bad Segeberg. An guten Tagen seien es normalerweise 300 bis 500. Und davon gab es in diesem Sommer nicht allzu viele. 5000 Besucher seien seit der Saisoneröffnung in das Strandbad gekommen. „Im Vorjahr waren wir bei 8000 um diese Zeit.“

Ob es eine gewisse Bewegungsmuffeligkeit im Wasser ist oder nur Bequemlichkeit, über die Gründe können Freibadbetreiber nur spekulieren. Fakt aber ist: „Wir brauchen zwei bis drei Tage gutes Wetter, damit es läuft“, berichtet auch Herbert Pakulla vom Wahlstedter Aqua Fun. Im Vergleich zum Vorjahr zählt das Bad 1500 Gäste weniger: 15000 waren es seit Eröffnung der Schwimmbadsaison in Wahlstedt. Das Minus dürfte allerdings noch größer ausfallen, denn bis zum Ferienbeginn war das Hallenbad parallel geöffnet, und auch dessen Besucher fließen in die Berechnung mit ein. Aber auch 2016 war eine eher schlechte Badesaison, erinnert sich Pakulla. Erst im August legte der Sommer einen Sprint ein, sodass man sich entschied, auch noch zwei Wochen im September zu öffnen. Ob sich das in diesem Sommer lohnen wird, muss sich erst noch herausstellen.

Bisher jedenfalls liegen die besten Badetage schon einige Monate zurück: Wegen des Superwetters Ende April hatte das Ihlseebad sogar schon vor dem offiziellen Start im Mai geöffnet. Hunderte Gäste strömten ins Bad. „Und das, obwohl wir ein Kaltgewässer haben“, betont Rüdiger Ostwald.

Das Waldschwimmbad in Trappenkamp ist sogar geheizt. Die Bilanz sieht aber ähnlich bescheiden aus. „Wir hatten im Mai so viele Besucher wie im Juni und Juli zusammen“, sagt Werner Schultz, Leiter der Gemeindewerke, die das Schwimmbad betreiben. „Das ist extrem wenig.“ An einigen Tagen wurde das Bad wegen der Kälte gar nicht erst geöffnet. Da helfen auch die vereinzelten guten Tage zwischendurch nichts: Am sonnigen Sonntag seien gerade einmal 44 Menschen im Waldschwimmbad gewesen, so Schultz, der wie alle anderen auf einen herrlichen, badefreundlichen Restsommer hofft. Dann könne man sich auch überlegen, ob das Freibad ein oder zwei Wochen länger als regulär geöffnet bleiben kann.

Eine Option, die in Rickling eher unwahrscheinlich ist. „Das muss sich dann schon richtig lohnen“, sagt Bürgermeister Christian Thomann. Und danach sieht es nicht aus. Bisher seien etwa 25 Prozent weniger Gäste in das Bad gekommen als im Vorjahr, so Thomann. Den Grund sieht er aber nicht nur in der Unbeständigkeit des Wetters. Früher seien die Leute bei Sonnenschein spontan ins Schwimmbad gegangen, „das war ein Highlight“. Heute sei das Baden bei den Kindern vielleicht nicht mehr so beliebt. Nun hoffen er und andere Freibad-Betreiber auf einen sonnigen Restsommer, um das Minus wenigstens noch etwas ausgleichen zu können.

 Nadine Materne

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