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Segeberg Fahrenkrug: Mehrheit für Discounter
Lokales Segeberg Fahrenkrug: Mehrheit für Discounter
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21:20 23.11.2016
Pro (Joachim Wilken-Kebeck, r.) und Contra (Thomas Vorbeck) Discounteransiedlung in Fahrenkrug. FOTO: HIL

. Auf dem Wunschzettel der Gemeinde Fahrenkrug steht ein Nahversorger. „Norma“ würde gerne in der Gemeinde bauen. Am Dienstag stimmten die Mitglieder des Planungsausschusses im Zweckverband Mittelzentrum (ZVM) nach kurzer Debatte mit knapper Mehrheit (fünf gegen drei Stimmen) dafür, die Verwaltung mit der Vorbereitung für die Änderung des Flächennutzungsplanes zu beauftragen.

Wie berichtet, hatte der ZVM der Ansiedlung eines Discounters im benachbarten Levo-Park eine Absage erteilt. Allerdings war seinerzeit großflächiger Einzelhandel im Gespräch. In Fahrenkrug geht es dagegen mit 798 Quadratmetern um eine kleine Lösung. Genau das führten Planer Uwe Czierlinski und Fahrenkrugs Bürgermeister Rolf-Peter Mohr (WGF) als ein wichtiges Argument für eine Ansiedlung an.

Schließlich dürfe jede Gemeinde laut Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein unter 800 Quadratmetern ansiedeln, unterstrich Planer Czierlinski nachdrücklich.

Mit den fünf Ja-Stimmen bekommt die Gemeinde das von Mohr gewünschte Votum, „um zu sehen, ob es sich lohnt, daran weiterzuarbeiten“. Gegenstimmen kamen aus unterschiedlichen Richtungen. So betonte Thomas Vorbeck (CDU, Bad Segeberg), dass man hier nicht dafür sein könne, während man erst unlängst ein paar Meter weiter dagegen gewesen sei. Und Heinrich Westphal (SPD, Wahlstedt) erinnerte daran, dass Planer einst vom „Vermanschen“ kommunaler Grenzen abrieten. Westphal: „Wenn man nicht mehr erkennt, wo Fahrenkrug aufhört und Bad Segeberg anfängt, dann können wir gleich fusionieren.“ Kein Problem mit den Plänen hat dagegen Joachim Wilken-Kebeck (SPD, Bad Segeberg): „Ich stehe dem positiv gegenüber. Es geht hier um kleinen Einzelhandel. Ob der dort wirtschaftlich arbeiten kann, das ist nicht unser Thema.“ Auch Alexander Scheffler (WGS, Schackendorf) sieht das Vorhaben gelassen: „Das ist ein Discounter, der in seiner Größe nicht kannibalisiert, und dass ein Bäcker dazukommt, ist positiv für Fahrenkrug zu bewerten.“ Nun wird die Gemeinde Fahrenkrug die Planung weiter vorantreiben, denn die nun angeschobene Änderung des F-Plans ist nur der erste Schritt. hil

LN

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