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Segeberg Fahrertreffen Blunk: Mit einer Pferdestärke durch den Parcours
Lokales Segeberg Fahrertreffen Blunk: Mit einer Pferdestärke durch den Parcours
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22:30 18.04.2016
„Teckle Berry“ gehört nicht Pippi Langstrumpf, sondern Hartmut Görgler, der sich den Kutscherschluck von Andrea Wätjen schmecken ließ.

Immer wieder lugte die Sonne hinter den Wolken hervor und bescherte den 50 Gespannfahrern und ihren Beifahrern, die aus ganz Schleswig-Holstein und Niedersachsen angereist waren, bestes Ausfahrwetter. Ihr Ziel war nicht nur die Fahrt durch die gerade erblühende Frühlingslandschaft mit Stopp auf Gut Pettluis, sondern vor allem die Gespräche unter Gespannfahrern auf dem 7. Fahrertreffen in Blunk.

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Rund 50 Gespanne trafen sich am Wochenende bei Sonja Bock. Viele von ihnen wollen auch im nächsten Jahr wiederkommen.

„Das war doch .“. Nein, war es nicht. Einige Passanten blieben verwundert stehen, als Hartmut und Saskia Görgler aus Kiel mit ihrer Pferdekutsche an ihnen vorbeifuhren. Gezogen wurde das Gespann nämlich von dem 16-jährigen Knabstrupper „Teckle Berry“ — und der sieht nun einmal aus wie Pippi Langstrumpfs „Kleiner Onkel“. Hartmut Görgler kennt den Vergleich: „Ist ja auch die gleiche Rasse wie das Pferd von Pippi“, erzählte der Fahrer, der sich bei Andrea Wätjen aus dem Gut Pettluis seinen Kutscherschluck abholte.

Herrlich fruchtig sieht der Likör aus, der den Namen „Erdbeerblut“ trägt. „Geht auch gut über Eis“, so Andrea Wätjen, die die Fahrer jedes Jahr zu einer kleinen Rast mit Kutscherschluck und Gallowaywurst einlädt. Den Likör „Erdbeerblut“ gibt es auf dem Hornbrooker Hof in Nehms, dessen Eigentümer Hans-Peter Goldnick selbst begeisterter Gespannfahrer ist. In diesem Jahr beteiligte er sich mit einem Sechsspänner an der Ausfahrt. Mit dabei hatte er nicht nur seine vier Turnierpferde „Lasse“ und „Cappo“ (Holsteiner) sowie „Leopold“ und „Peppito“ (Brandenburger), sondern auch die Nachwuchspferde „Fiete“ und „Willi“ (Oldenburger und Westfale), die noch für den Turniersport aufgebaut werden.

Das Gespann des „Erdbeerkönigs“war zwar mit Abstand das größte, aber Spaß hatten auch die Teilnehmer, die nur mit einem Pferd oder zwei kleinen Ponys unterwegs waren. Zwei verschiedene Strecken mit einer Länge von 16 und 13 Kilometern konnten sich die Teilnehmer aussuchen, von denen einige aber trotz der Sonnenstrahlen noch mit einer dicken Decke auf dem Kutschbock saßen.

Von ihrer Ausfahrt zurück in Blunk konnten sich Fahrer und Pferde noch auf dem Geschicklichkeitsparcours versuchen, in den Veranstalterin Sonja Bock auch eine Spaßaufgabe für die Beifahrer eingebaut hatte. Sie mussten während der Fahrt eine Attrappe von einem Haken auf den nächsten bugsieren.

Viele der Teilnehmer haben bereits signalisiert, im nächsten Jahr wieder mit dabei sein zu wollen. Darüber freut sich natürlich Sonja Bock: „Wenn alle nach der Ausfahrt mit einem strahlenden Gesicht wiederkommen, bin ich natürlich vollauf zufrieden.“

Reitertag zieht um

Wegen einer Terminkollision auf dem Landesturnierplatz kann der Fahr- und Reitertag des Reit- und Fahrvereins (RuFV) Bad Segeberg und Umgebung in diesem Jahr nicht wie geplant stattfinden. Ursprünglich war der Wettkampf für den 7. und 8. Mai angesetzt. Nun treten lediglich die Reiter am 8. Mai auf dem Turnierplatz bei den Nachbarn in Neuengörs an. Nennschluss dafür ist Mittwoch, der 27. April. Der Fahrertag fällt in diesem Jahr dagegen aus. „Wir suchen nach einer schönen Alternative“, teilt der Verein auf seiner Homepage mit.

• Mehr Infos: www.rufv-segeberg.de

Von Petra Dreu

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