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Familiendrama: Tatverdächtiger stellt sich der Polizei

Reinsbek Familiendrama: Tatverdächtiger stellt sich der Polizei

Blutiges Familiendrama Kreis Segeberg: Dabei wurden am Montagabend drei Personen, ein Ehepaar und ein Sohn, bei einem Angriff durch den älteren Bruder schwer verletzt. Nach der Tat flüchtete der 19-Jährige zu Fuß. Die Polizei suchte mit Hunden und einem Hubschrauber. Am frühen Dienstagmorgen stellte er sich in Hamburg.

Offenbar nach einer Axtattacke wurden drei Personen in Reinsbek (Kreis Segeberg) verletzt.

Quelle: Holger Kröger

Reinsbek. Zu den genauen Hintergründen und der Tatwaffe machte die Polizei auch am Dienstagmorgen zunächst keine Angaben.

Das Drama hatte sich am Abend zuvor ereignet:

Um 18.50 Uhr alarmierte der jüngere, 16-jährige Sohn des Ehepaares die Polizei, sein Bruder habe ihn und seine Eltern verletzt. „Es war offenbar ein Familiestreit, der eskaliert ist“, sagte Peggy Bandelin, Sprecherin der Polizeidirektion Bad Segeberg. Sie betonte, dass es sich nicht um einen Amoklauf gehandelt habe.

Bei einem Familiendrama in Reinsbek wurden drei Menschen schwer verletzt. Die Polizei suchte mit Hunden, einem Hubschrauber und 40 Einsatzkräften nach dem Täter.

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Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge waren die beiden Brüder aneinander geraten, wobei der 19-Jährige Sohn der Familie seinen 16-jährigen Bruder zunächst mit Schlägen und Tritten malträtierte, bevor sich der Streit auf die 50-jährige Mutter ausweitete. Der 19-Jährige ging mit einem Beil auf seine Mutter los, schlug auf sie ein und fügte ihr schwere Verletzungen zu. Den jüngeren Bruder attackierte der 19-Jährige ebenfalls mit dem Beil und verletzte ihn am Bein.

Schließlich versuchte der 52-jährige Vater, die Situation zu beruhigen und den Streit zu entschärfen. Nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit seinem Sohn gelang es ihm, diesen zunächst in einem Zimmer des Hauses einzusperren. Hierbei versetzte der 19-Jährige seinem Vater mindestens einen Messerstich in den Oberkörper.

Schlussendlich konnte der Tatverdächtige sein Zimmer verlassen und trat zu Fuß die Flucht in unbekannte Richtung an. Ein Großaufgebot der Polizei suchte die Nacht mit Hunden sowie Spezialeinsatzkräften nach dem tatverdächtigen älteren Bruder. Die Anwohner am Ahornweg wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. In dem 450 Einwohner kleinen Dorf zwischen Lübeck und Bad Segeberg machten sich Ungewissheit und Angst breit. Insgesamt 21 Streifenwagen fahndeten nach dem jungen Mann. Darüber hinaus setzte die Polizei sechs Diensthunde sowie einen Hubschrauber der Bundespolizei ein.

Die Polizei hatte auch alle Nachbargärten in der Siedlung abgesucht. Das Haus der betroffenen Familie steht mitten in der Wohnsiedlung, die erst vor zehn bis 15 Jahren enstanden ist. Die Polizei war mit 30, teils schwer bewaffenten Kräften im Einsatz.

Rettungskräfte brachten die schwerverletzten Eltern sowie deren jüngeren leichtverletzten Sohn ins Krankenhaus.

Auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Pronstorf, Bettina Albert, zeigte sich schockiert. Sie hatte zuerst auf LN-Online von der Gewalttat in ihrer Gemeinde erfahren. „Ich bin unheimlich betroffen und sehr traurig, dass so etwas hier passiert ist. Der Familie gehört mein ganzes Mitgefühl und ich hoffe, dass die Verletzungen der Eltern und des Bruders nicht zu schwer sind und sie den Angriff überleben werden.“

Die Kriminalinspektion Bad Segeberg hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine Vernehmung des Tatverdächtigen steht noch aus.

Nähere Angaben zu dem Tathergang können nicht gemacht werden. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar.

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