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Segeberg Fast zwei Jahrzehnte als Ausbilder
Lokales Segeberg Fast zwei Jahrzehnte als Ausbilder
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20:12 09.04.2016
Sohn Andreas gratulierte seinem Vater Günter Kannecht (rechts), der gerade zum Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes ernannt worden war. Quelle: Fotos: Petra Dreu

Wenn der Kreisfeuerwehrverband zur Delegiertenversammlung lädt, bleibt allein eine Sporthalle als Treffpunkt. Am Freitag trafen sich die rund 300 Feuerwehrleute daher in der Kreissporthalle, in der die Feuerwehren des IV. Bereichs der Amtsfeuerwehr Trave-Land als Ausrichter die Bewirtung der Gäste übernommen hatten. Deshalb hielt auch Pronstorfs Bürgermeisterin Bettina Albert die Begrüßungsrede der gastgebenden Kommune — und nicht Bad Segebergs Verwaltungschef Dieter Schönfeld, der ebenfalls anwesend war.

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Günter Kannecht ist jetzt Ehrenmitglied / Segeberger Wehren hatten mehr zu tun als im Landesschnitt.

„Wenn man will, dass es nicht funktioniert, muss man es machen, wie man‘s macht.“Jan Peter Schröder, Landrat

„Sie haben die Verbandsspitze neu aufgestellt. Das ist ihnen gut gelungen“, sagte Landrat Jan Peter Schröder, dem wie den versammelten Feuerwehrleuten aufgefallen war, dass nicht nur Holger Gebauer als Kreiswehrführer seinen Part bei der Delegiertenversammlung spielte, sondern auch seine beiden Stellvertreter Jörg Nero und Michael Dahlke eingebunden waren. Zum Dauerthema „Kameradschaftskassen“

wollte der Landrat nichts sagen, außer: „Wenn man nicht will, dass es funktioniert, muss man es so machen, wie man es macht.“ Auch zu den in jüngster Zeit vom Rechnungsprüfungsamt monierten Auftragsvergaben für Feuerwehrautos bezog Schröder Stellung: „Ich maße mir als Jurist nicht an, das Vergaberecht hinzubekommen. Verwaltungsseitig haben wir genau dort einiges abzuarbeiten.“

Mit 3677 Einsätzen lagen die Feuerwehren des Kreises Segeberg deutlich über dem langjährigen Schnitt von 2700 Alarmierungen. Die Technischen Hilfeleistungen lagen mit 1642 Einsätzen an der Spitze.

372 Personen konnten gerettet werden, für 43 Menschen jedoch kam jede Hilfe zu spät. „Gerade diese Einsätze sind psychisch schwer belastend“, sagte Holger Gebauer, der all jenen dankte, die den Einsatzkräften bei der Bewältigung geholfen haben.

Viel Beifall gab es für Günter Kannecht, der 1980 Mitglied der Feuerwehr Nehms und neun Jahre später deren Wehrführer wurde. In seinen Händen lag fast zwei Jahrzehnte die Ausbildung der Feuerwehrleute auf Kreisebene. Auch auf Landesebene engagierte sich Günter Kannecht, der in vier Wochen 67 Jahre alt wird. „In all den Jahren hat er seine Kraft und seine Persönlichkeit in den Dienst für den Nächsten gestellt“, sagte Holger Gebauer bei der Verabschiedung des langjährigen Wegbegleiters, den der Kreisfeuerwehrverband zum Ehrenmitglied ernannte.

Zwei neue Beisitzer komplettieren den Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes: Henning Harder (Tarbek) und Thorben Trojahn (Großenaspe). Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielten Ulrich Gustävel (Schackendorf), Jürgen Winkelmann (Hasenkrug) und Wolfgang Reimer (Negernbötel). Zu Oberlöschmeistern wurden Lennart Busch und Michael Wolf (beide Bad Segeberg) ernannt. Renato Casanova (Rickling) wurde Hauptlöschmeister zwei silberne Sterne, Eberhard Krug (Rickling) Hautlöschmeister drei silberne Sterne, Claas-Hendrik Heß (Kaltenkirchen) und Thorsten Lüthje (Bad Segeberg) wurden Brandmeister, Carsten Tönsfeld (Bornhöved) und Koen Veermans (Wahlstedt) wurden zu Oberbrandmeistern befördert, Jens „Spencer“ Finnern (Bark) zum Hauptbrandmeister drei goldene Sterne.

Von Petra Dreu

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